17.11.2009 - 11:11
der kleine Bruder des Berlingo
Während bei Fiat dabei aus dem Fiorino der Qubo wurde, behält der Nemo bei Citroen auch in der Pkw-Variante seinen Namen und erhältlich lediglich die Zusatzbezeichnung Kombi.
Er ist der kleine Bruder des Berlingo und muss sich trotz seiner Kompaktheit keineswegs vor der größeren Verwandtschaft verstecken.
Er ist der kleine Bruder des Berlingo und muss sich trotz seiner Kompaktheit keineswegs vor der größeren Verwandtschaft verstecken.Reichlich Platz
Die Nutzfahrzeugwurzeln des Nemo bescheren seinem Besitzer vor allem eines: reichlich Platz. Das fängt bei den ausreichend groß dimensionierten Getränkehaltern in den Türfächern an, geht über das riesige Handschuhfach und reicht bis zu den großflächigen Ablagemöglichkeiten auf dem Armaturenbrett. Letztere sind leider recht rutschig. Wenigstens für die Pkw-Version wären ein paar Noppen oder eine Gummibeschichtung wünschenswert, denn eine Familie hat in der Regel kleinere Dinge abzulegen als ein Handwerker. Seine Lieferwagenherkunft offenbart der kleine Nemo dennoch im Innenraum lediglich an ein bisschen nacktem Türblech. Damit kann man aber gut leben, zumal sie etwas freundliche Farbe ins Interieur bringen.
Besten Zugang beim Be- und Entladen
Punkten kann der nicht einmal vier Meter lange Nemo Kombi vor allem ab der B-Säule. Eltern freuen sich über die beiden seitlichen Schiebetüren, mit denen die Kinder beim Aussteigen nirgendwo anecken können. Sie bieten zudem besten Zugang beim Be- und Entladen. Gleiches gilt für die quadratisch-praktische Heckklappe. Zwar ist der Kofferraum nicht sonderlich tief, dafür aber recht hoch und ausreichend breit. Zur Erweiterung der Transportkapazität können die Rücksitze nicht nur geteilt ungeklappt, sondern sogar ausgebaut werden. Ganz leicht ist das Gestühl aber nicht und der Mechanismus leider
auch etwas fummelig. Dafür belohnt der Nemo seinen Besitzer anschließend mit rund 2500 Litern Stauvolumen. Das sind nur 150 Liter weniger als beim Berlingo mit umgeklappten Rücksitzen.
auch etwas fummelig. Dafür belohnt der Nemo seinen Besitzer anschließend mit rund 2500 Litern Stauvolumen. Das sind nur 150 Liter weniger als beim Berlingo mit umgeklappten Rücksitzen.Kraftquelle
Der 1,4-Liter-Diesel mobilisiert 50 kW / 68 PS. Ab 1600 Umdrehungen in der Minute mobilisiert der kleine Motor ausreichend Kraft, um gut im Verkehr mitzuschwimmen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Etwas mehr Schub legt der Selbstzünder oberhalb von 2500 U/min nach. Überholmanöver auf der Landstraße gestalten sich dennoch recht zäh und wollen gut kalkuliert sein. Ohnehin ist der Nemo mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 151 km/h eher ein Typ fürs gemütliche Bummeln. Insbesondere allzu flott eingeleitet Richtungswechsel quittiert das Fahrwerk mit deutlich wegdriftendem Heck – und ESP ist leider nicht einmal gegen Aufpreis zu bekommen.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Transporterabstammung; Normverbrauch; Die Ausstattungsphilosophie; Fazit; techn. Daten & Preis
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