Kia Ceed: Ab in die zweite Lebenshälfte
Noch keine drei Jahre ist der Kia Ceed auf dem Markt, die Kombi-Version sogar gerade mal zwei Jahre, da präsentieren die Koreaner schon die in der Branche übliche große Überarbeitung zur Lebensmitte. Diese umfasst neben optischen Änderungen auch sparsamer ausgelegte Motoren und ein völlig neues Diesel-Aggregat. Die Preise für den ab Mitte September erhältlichen modellgepflegten Kompaktklässler wurden moderat um knapp 400 Euro angehoben. Mit Ausnahme des Basismodells, das wohl aus optischen Gründen weiterhin bei 14 430 Euro startet.
Retuschen
Für die Retuschen zeichnet der neue
Kia-Chefdesigner Peter Schreyer verantwortlich. Er legte vor allem an der Front Hand an, wo der Kühlergrill breiter und markanter als vorher ausfällt und das neue Familiengesicht der Koreaner zeigt.

Am Heck fallen vor allem die jetzt mehr nach unten gezogenen Rückleuchten in LED-Optik auf.
Innen darf man sich über ein neues, schön geformtes Vierspeichenlenkrad freuen, serienmäßig mit Bedientasten für das Audio-System. Ausgesprochen sportlich wirken die drei großen Rundstrumente in Röhrenform, wobei jedoch nicht jede der rot beleuchteten Anzeigen wirklich leicht ablesbar ist.
Technische Premieren
Wichtiger sind die technischen Premieren im überarbeiteten Ceed. Hier ist vor allem der neue 1,6-Liter-Dieselmotor zu nennen, der ein älteres Aggregat gleichen Hubraums ersetzt. Das 85 kW/115 PS starke Vierzylindertriebwerk arbeitet durchzugsstark und leise, der Verbrauch soll lediglich 4,4 Liter auf 100 Kilometern betragen. Wer es noch sparsamer mag, kann den gleichen Motor auch mit 66 kW/90 PS und einem Start-Stopp-System erwerben, der es auf rund 4,2 Liter Verbrauch bringt.
Start-Stopp-System ISG
Mit dem insgesamt für drei der fünf Motoren angebotenen Start-Stopp-System ISG (Idle Stop & Go) können Einsparungen von fünf bis sieben Prozent realisiert werden. Es schaltet den Motor ab, wenn das Fahrzeug zum Stehen kommt und startet ihn wieder, wenn die Kupplung erneut getreten wird.

Erhältlich ist ISG für die beiden kleineren Benziner sowie den kleinen Diesel. Alle Diesel-Motoren arbeiten jetzt mit Sechsgang-Getriebe, für die beiden größeren Benziner und den größeren 1,6-Liter-Diesel wird optional eine allerdings nicht mehr zeitgemäße Vierstufen-Automatik angeboten.
Überarbeitungen am Fahrwerk
Nicht vergessen werden dürfen die Überarbeitungen am Fahrwerk, denn die haben dem Fronttriebler wirklich gut getan. Der Kia fährt sich jetzt deutlich komfortabler, die weichere Auslegung ging jedoch nicht auf Kosten des Fahrgefühls.
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