02.09.2009 - 16:09
Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ist im August 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat mit Hilfe der Abwrackprämie um 28 Prozent gestiegen. Deutschlandweit wurden 275 200 Fahrzeuge zugelassen. In den ersten acht Monaten kamen damit 2,67 Millionen neue Pkw auf die Straßen, 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Bis Ende des Jahres wächst der Pkw-Markt nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) auf mehr als 3,5 Millionen Autos. Absatzstärkste Marke war auch im August Volkswagen mit einem Plus von 49,6 Prozent auf 62 172 Neuzulassungen. Einen gewichtigen Anteil daran hat auch der neue Kleinwagen VW Polo. Auf Rang zwei landete Opel mit einem Zuwachs um 26,8 Prozent auf 21 528 Neuzulassungen. Ford kam auf 18 825 Neuzulassungen, was einem Plus von 6,8 Prozent entspricht.
Stark zulegen konnten auch wieder die Importeure: Mit Hilfe der Abwrackprämie steigerte Renault/Dacia seinen Absatz um 55,1 Prozent auf 18 399 Pkw, Peugeot legte um 99,9 Prozent auf 11 081 Autos zu, Fiat kam mit einem Zuwachs um 60,8 Prozent auf 10 214 Neuzulassungen. Ebenfalls hoch zweistellig im Plus: Toyota, Hyundai, Nissan, Citroen, Chevrolet und Suzuki.
Zu den Verlierern gehörten erneut die deutschen Premiumhersteller, die von der Abwrackprämie kaum profitieren. Mercedes-Benz verlor gegenüber dem Vorjahresmonat 31,9 Prozent und kam auf 16 156 Neuzulassungen. Der Absatz bei Audi schrumpfte um 16,3 Prozent auf 15 064 Pkw. Porsche verlor 34 Prozent und verkaufte 494 Fahrzeuge. Allein BMW schloss mit einem leichten Plus von 3,5 Prozent auf 18 570 Einheiten ab.
Positive Zahlen vermeldet der Verband auch hinsichtlich der Fahrzeugproduktion. Mit 326 000 in Deutschland gebauten Pkw hat sich der Rückgang im August deutlich verlangsamt und liegt nur noch bei vier Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im bisherigen Jahresverlauf beträgt das Minus aber immer noch 20 Prozent. Insgesamt wurden 3,06 Millionen Pkw gebaut, 2,0 Millionen davon gingen in den Export.
Beim Umweltschutz seien deutsche Hersteller in Europa zudem führend, so der Industrieverband. In sechs von zehn Fahrzeugklassen seien die einheimischen Modelle die jeweiligen CO2-Champions. Dazu zählen unter anderem der Smart Fortwo, der Audi TT und der Opel Zafira mit Erdgasantrieb. Beim Flottenverbrauch, der auch die Verkaufsanteile der einzelnen Modelle berücksichtigt, liegen die deutschen Hersteller allerdings immer noch weit hinter Franzosen und Italienern, die einen Großteil ihres Absatzes mit sparsamen Kleinwagen machen.
(hh/mid)
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