17.01.2012 - 13:01
Fahreindruck - Spaßgarant Artega GT
Ähnlich wie sein Name sorgt der Anblick des ins Heck des Artega GT gezwängten 3.6-Liter V6 von Volkswagen nicht unbedingt für Begeisterungsstürme. Dies ändert sich jedoch schlagartig, sobald man dem Antrieb des Artega GT leben einhaucht. Schon beim Start sorgt das grummeln der 300 Pferde im Heck für angenehmes Kribbeln im Gasfuß. Beim beherzten
Tritt aufs Gaspedal schießt der Artega GT mit einer ohrenbetäubend schönen Geräuschkulisse los, die jedwede Verwandtschaft zum unterkühlten Organspender Passat R36 vergessen lässt. Die 100 km/h fallen beim Sprint aus dem Stand bereits nach 4,8 Sekunden und der Vortrieb endet erst bei 270 km/h. Zum Vergleich: Der Nissan 370Z braucht 5,3 Sekunden für den Sprint und regelt bei 250 km/h ab. Der Porsche Cayman R schlägt den Artega GT mit 280 km/h Spitze zwar knapp in Sachen Endgeschwindigkeit unterliegt ihm aber mit 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h um eine Zehntel Sekunde. Durch die extrem niedrige Sitzposition im Artega GT verstärkt sich der Eindruck der Geschwindigkeit zudem. Dank (abschaltbarem) Artega-Stabilitätsprogramm ASP und 4-Kanal-Anti-Blockiersystem ABS bleibt der Artega GT jedoch in allen Situationen beherrschbar.
Im Innenraum ist das schaurig schöne Sägen des 300 PS starken V6 ebenfalls deutlich zu hören. Wo andere Hersteller extra Motorsound in den Innenraum leiten, beschränkt die gute Geräuschdämmung den Lautstärkepegel des Aggregats stets auf ein angenehmes Level. Anderweitige Geräuscheinflüsse bleiben zumeist außen vor. Lediglich das harte Sportfahrwerk vermeldet all zu schlechte Fahrbahneigenschaften in den Innenraum. Das ebenfalls von VW entlehnte 6-Gang-DSG-Automatikgetriebe schaltetet butterweich durch die Gänge und sorgt gefühlt für grenzenlosen Vortrieb. In besonders sportliche Passagen kann man das Getriebe in S-Position stellen, wodurch der Schaltpunkt des DSG in deutlich höhere Drehzahlbereiche wandert. Neben dem Automatikmodus kann der Fahrer natürlich auch über obligatorische Schaltpedals am Lenkrad selber die Gänge wechseln.
Auch ohne Heckflügel liegt der Artega GT wie ein Brett auf der Straße. Dazu trägt das besonders sportlich ausgelegte Fahrwerk seinen Teil bei. Das geht jedoch zulasten des Fahrkomforts. Längere Fahrten, besonders auf Autobahnen mit den leider immer häufiger verwendeten Betonplatten als Belag, stellen die Bandscheiben des Fahrers auf eine harte Probe.
Dennoch ist jede Kurve und jeder Sprint im Leichtathleten aus Delbrück eine wahre Freude. Artega hat beim GT vieles richtig gemacht. Ein brachialer V6-Heckmotor, der die unter ihm liegende Achse direkt antreibt, kombiniert mit extrem geringem Gewicht und ebenso extremen Proportionen, verhelfen dem sportlichen Exoten aus Deutschland zu ungeahntem Fahrspaß, an dem man sich zudem kaum sattsehen kann. Hinzu kommt eine erstaunliche Kraftstoffeffizienz. Bei gemächlicher Fahrweise im Alltag sind die 9,6 Liter Normverbrauch des Herstellers nämlich durchaus als realistischer Wert zu betrachten. Und auch nach oben gibt sich der Artega GT eher gemäßigt, was den Verbrauch angeht. Mehr als 15 Liter genehmigte sich der Leichtbausportler auch bei noch so harter Gangart nicht. Porsche Cayman oder Nissan 370Z halten da deutlich weniger Maß.
Tritt aufs Gaspedal schießt der Artega GT mit einer ohrenbetäubend schönen Geräuschkulisse los, die jedwede Verwandtschaft zum unterkühlten Organspender Passat R36 vergessen lässt. Die 100 km/h fallen beim Sprint aus dem Stand bereits nach 4,8 Sekunden und der Vortrieb endet erst bei 270 km/h. Zum Vergleich: Der Nissan 370Z braucht 5,3 Sekunden für den Sprint und regelt bei 250 km/h ab. Der Porsche Cayman R schlägt den Artega GT mit 280 km/h Spitze zwar knapp in Sachen Endgeschwindigkeit unterliegt ihm aber mit 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h um eine Zehntel Sekunde. Durch die extrem niedrige Sitzposition im Artega GT verstärkt sich der Eindruck der Geschwindigkeit zudem. Dank (abschaltbarem) Artega-Stabilitätsprogramm ASP und 4-Kanal-Anti-Blockiersystem ABS bleibt der Artega GT jedoch in allen Situationen beherrschbar. Im Innenraum ist das schaurig schöne Sägen des 300 PS starken V6 ebenfalls deutlich zu hören. Wo andere Hersteller extra Motorsound in den Innenraum leiten, beschränkt die gute Geräuschdämmung den Lautstärkepegel des Aggregats stets auf ein angenehmes Level. Anderweitige Geräuscheinflüsse bleiben zumeist außen vor. Lediglich das harte Sportfahrwerk vermeldet all zu schlechte Fahrbahneigenschaften in den Innenraum. Das ebenfalls von VW entlehnte 6-Gang-DSG-Automatikgetriebe schaltetet butterweich durch die Gänge und sorgt gefühlt für grenzenlosen Vortrieb. In besonders sportliche Passagen kann man das Getriebe in S-Position stellen, wodurch der Schaltpunkt des DSG in deutlich höhere Drehzahlbereiche wandert. Neben dem Automatikmodus kann der Fahrer natürlich auch über obligatorische Schaltpedals am Lenkrad selber die Gänge wechseln.
Auch ohne Heckflügel liegt der Artega GT wie ein Brett auf der Straße. Dazu trägt das besonders sportlich ausgelegte Fahrwerk seinen Teil bei. Das geht jedoch zulasten des Fahrkomforts. Längere Fahrten, besonders auf Autobahnen mit den leider immer häufiger verwendeten Betonplatten als Belag, stellen die Bandscheiben des Fahrers auf eine harte Probe.
Dennoch ist jede Kurve und jeder Sprint im Leichtathleten aus Delbrück eine wahre Freude. Artega hat beim GT vieles richtig gemacht. Ein brachialer V6-Heckmotor, der die unter ihm liegende Achse direkt antreibt, kombiniert mit extrem geringem Gewicht und ebenso extremen Proportionen, verhelfen dem sportlichen Exoten aus Deutschland zu ungeahntem Fahrspaß, an dem man sich zudem kaum sattsehen kann. Hinzu kommt eine erstaunliche Kraftstoffeffizienz. Bei gemächlicher Fahrweise im Alltag sind die 9,6 Liter Normverbrauch des Herstellers nämlich durchaus als realistischer Wert zu betrachten. Und auch nach oben gibt sich der Artega GT eher gemäßigt, was den Verbrauch angeht. Mehr als 15 Liter genehmigte sich der Leichtbausportler auch bei noch so harter Gangart nicht. Porsche Cayman oder Nissan 370Z halten da deutlich weniger Maß.Fazit
Der Artega GT ist ein beinahe Volltreffer. Eine Optik zum verlieben und ein fast schon unverschämt geringes Gewicht gepaart mit einem Spaßgaranten von V6-Motor, der sich trotz Wolfsburger Herkunft in puncto Drehfreudigkeit und vor allem Sound vor keinem anderen Sportwagen verstecken muss. Trotz Leichtbau verfügt der Artega GT über jede Menge Sicherheits- und Komfortelektronik. Neben ABS, ASP und vier Airbags für die Sicherheit bietet der Artega GT Klimaanlage sowie eine vollwertige Infotainment-Einheit mit 6,2-Zoll-Touchscreen für Navi, Radio, CD, DVD und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Diese bildet dann auch den größten Kritikpunkt am Artega GT und trübt den ansonsten guten Eindruck etwas. Denn die Bedienung der verschiedenen Funktionen ist alles andere als intuitiv. Ein Beispiel: In der Kartenansicht des Navi gibt es einen Button auf dem Display, der einen direkt zur Radiofunktion bringt. Doch dort angekommen, fehlt ein entsprechender Button, um zurück zum Navi zu gelangen. Das ist umständlich und kann besonders während der Fahrt gefährlich werden, wird der Fahrer doch von der Straße abgelenkt. Stattdessen muss man sich über einen zentralen Homescreen zum Navi klicken um von dort über die Zielführung zurück zur aktuellen Übersichtskarte zu gelangen. Generell steckt der Teufel beim Artega GT im Detail, so auch bei der Führung der serienmäßigen Dreipunkt-Sicherheitsgurte. Das Gurtschloss wurde bei unserem Testwagen - wie bei vielen anderen Sportwagen auch – durch die Seite der Sportsitze hindurchgeführt. Es liegt jedoch so eng am Sitz an, dass das Anschnallen häufig mehrere Anläufe braucht.
Trotz dieser Unzulänglichkeiten und miserablem Wetter konnte uns die Leichtbauflunder aus Ostwestfalen überzeugen. Optik, Sound und Handling des Artega GT sind Garanten für unzählige Adrenalin- und Endorphin-Schübe. Da es sich zudem um eine gerade ein Jahr alte Kleinserien-Produktion handelt, sehen wir ihm seine kleinen Makel (noch) nach. Irgendwie machen sie den Leichtathleten
sogar sympathisch. Optisch könnte man auf längere Sicht noch die allzu offensichtlichen VW-Bauteile kaschieren. Beim Motor hat dies ja bereits vorzüglich funktioniert. Ein Prestige-Problem hat der Artega GT zumindest nicht. Denn während heutzutage niemand mehr vor Namen wie Porsche, Ferrari oder Bugatti in Ehrfurcht erstarrt, sorgt der Artega GT vielerorts für verwunderte und bewundernde Blicke, gerade weil er bisher so selten in freier Wildbahn anzutreffen ist. Mit 88.500 Euro Grundpreis ist er zwar wahrlich kein „Volkswagen“ doch günstiger als ein vergleichbarer Porsche. Denn obwohl der Cayman R aktuell bereits ab 69.830 Euro startet, steigern die im Artega GT serienmäßig verbauten Komponenten den Preis des Zuffenhauseners auf über 90.000 Euro. Zugegeben, im Porsche steckt die deutlich ausgereiftere Infotainment-Technik doch Hand aufs Herz: Wer vergleicht bei Sportwagen schon Radio oder Navi? Hier sind Zehntel im Sprint auf 100 km/h die harte Währung und dabei lässt der Artega GT den Cayman R – trotz 30 PS weniger Leistung – immerhin knapp hinter sich. Der Artega GT hat definitiv das Zeug dazu, im Ensemble der exklusiven Sportwagen ordentlich mitzumischen.
Trotz dieser Unzulänglichkeiten und miserablem Wetter konnte uns die Leichtbauflunder aus Ostwestfalen überzeugen. Optik, Sound und Handling des Artega GT sind Garanten für unzählige Adrenalin- und Endorphin-Schübe. Da es sich zudem um eine gerade ein Jahr alte Kleinserien-Produktion handelt, sehen wir ihm seine kleinen Makel (noch) nach. Irgendwie machen sie den Leichtathleten
sogar sympathisch. Optisch könnte man auf längere Sicht noch die allzu offensichtlichen VW-Bauteile kaschieren. Beim Motor hat dies ja bereits vorzüglich funktioniert. Ein Prestige-Problem hat der Artega GT zumindest nicht. Denn während heutzutage niemand mehr vor Namen wie Porsche, Ferrari oder Bugatti in Ehrfurcht erstarrt, sorgt der Artega GT vielerorts für verwunderte und bewundernde Blicke, gerade weil er bisher so selten in freier Wildbahn anzutreffen ist. Mit 88.500 Euro Grundpreis ist er zwar wahrlich kein „Volkswagen“ doch günstiger als ein vergleichbarer Porsche. Denn obwohl der Cayman R aktuell bereits ab 69.830 Euro startet, steigern die im Artega GT serienmäßig verbauten Komponenten den Preis des Zuffenhauseners auf über 90.000 Euro. Zugegeben, im Porsche steckt die deutlich ausgereiftere Infotainment-Technik doch Hand aufs Herz: Wer vergleicht bei Sportwagen schon Radio oder Navi? Hier sind Zehntel im Sprint auf 100 km/h die harte Währung und dabei lässt der Artega GT den Cayman R – trotz 30 PS weniger Leistung – immerhin knapp hinter sich. Der Artega GT hat definitiv das Zeug dazu, im Ensemble der exklusiven Sportwagen ordentlich mitzumischen.Ihnen gefällt der Artikel Test: Artega GT - Sportwagenexot aus Deutschland? Dann bookmarken Sie diese URL: http://de.auto.de/magazin/showArticle/article/66788/Test-Artega-GT-Sportwagenexot-aus-Deutschland
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