17.10.2011 - 15:10
Von Ingo Koecher --

Seite 2: Fazit; Bewertung; Datenblatt & Preis
Auftritt & Fahrbetrieb
In der Tourerversion fährt die Kawasaki Versys, ausgerüstet mit hoher Kanzelscheibe und zusätzlichem Windschutz, bei Kawasaki als Varioscreen bestellbar, Tankschutz, Handschutz und Seitenkoffern vor. Entsprechend ausgestattet macht die Japanerin ihrem Namenszusatz alle Ehre. Ihr Auftritt erinnert an die Großen der Gilde. Sie macht Lust, eine Tour anzugehen.
Und dabei stellt sich schnell heraus, dass die Versys keine Blenderin ist. Vielmehr zeigt sie schon nach wenigen Kilometern ihre Qualitäten. So etwa die breite Sitzbank in Kombination mit einer aufrechten Sitzposition. Dabei verlangt die Sitzhöhe von moderaten 845 mm auch kleineren Piloten nichts Außergewöhnliches ab. Überzeugend
war zudem die Straßenlage der Kawasaki Versys Tourer.
war zudem die Straßenlage der Kawasaki Versys Tourer.Die Positionierung des V-Twin sorgt mit ihrem niedrigem Schwerpunkt für gutes und leichtes Handling. Dabei lassen sich mit der Japanerin Langstrecken entspannt zurücklegen oder aber genießend Kurvenräubern. Wir erlebten die Versys auf allen Terrains als gutmütige und leicht zu handhabende Allrounderin.
Aggregat
Für angemessenen Vorschub sorgt der flüssigkeitsgekühlte Viertakt-Zweizylinder mit 649 Kubikzentimeter Hubraum. Der V-Twin liefert 47 kW/64 PS bei 8.000 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment von 61 Newtonmetern steht bei 6.800 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. Neben der 64 PS Normalversion bietet Kawasaki eine leistungsreduzierte Variante mit 25 kW/34 PS. Geschaltet wird bei beiden Varianten über ein manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe.
Verbrauch
Während unseres Tests konsumierte die Versys Tourer im Mittel mit 5,9 l/100 km. In unseren Augen ein
moderates Ergebnis, dennoch wäre eine Vier vor dem Komma wünschenswert.
moderates Ergebnis, dennoch wäre eine Vier vor dem Komma wünschenswert.Generell sollten sich die Hersteller – und das gilt für alle – ihren Motoren zuwenden. An der Leistungsschraube bedarf es keiner weiteren Einstellungen. Hier sind bereits alle Bereich ausreichend abgedeckt. Somit muss der Fokus auf den Verbräuchen liegen. Denn die bewegen sich in einigen Fällen über denen eines Autos und sind so in unseren Augen vollkommen indiskutabel.
Bremsen & Fahrwerk
Eingebremst wird die Japanerin über zwei 300 mm Bremsscheiben vorn und eine 220-mm-Scheibe hinten. Dabei fiel uns die Abstimmung des Antiblockiersystems ABS an beiden Rädern positiv auf. Es arbeitet durchweg präzise und sicher. Die Radaufhängung vorne erfolgt über eine 41-mm Upside-down-Teleskopgabel mit stufenlos einstellbarer Zugstufendämpfung und einstellbarer Federbasis. Hinten arbeitet ein seitlich montiertes
Einzelfederbein mit 13-stufig einstellbarer Zugstufendämpfung und 7-stufig einstellbarer Federbasis.
Einzelfederbein mit 13-stufig einstellbarer Zugstufendämpfung und 7-stufig einstellbarer Federbasis.Cockpit
Totale Kontrolle bietet das dreiteilig strukturierte Multifunktionsinstrument. Zentral angeordnet ist der analoge Drehzahlmesser. Zu dessen linker Seite sind Kontrollleuchten wie Leerlauf- oder Blinklichtanzeige untergebracht. Rechts angeordnet ist das Display mit Geschwindigkeitsanzeige, Kraftstoffstand sowie Gesamt- und Tageskilometerzähler.
Kawasaki-typisch und dem Konzept eines Tourers Rechnung tragend, ist die Anzeige des verbleibenden Kraftstoffs. So ist ein entspanntes Cruisen, ohne den Kilometerstand im Auge behalten zu müssen, problemlos möglich.
Seite 2: Fazit; Bewertung; Datenblatt & Preis
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