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Spar-Volkswagen - Günstig und klassenlos

Ein günstiges und kompaktes Fahrzeug, das seinem Besitzer dennoch Stolz vermittelt: Volkswagen will mit dem Kleinwagen Up Einstiegsmobilität neu definieren. Einen Up sollen sich nicht zuletzt Leute kaufen, die sich ein weitaus größeres Auto leisten könnten, aber Wert auf kompakte Abmessungen und Effizienz legen. Andererseits will der Konzern "Mobilität demokratisieren" - und mit niedrigen Einstiegspreisen von unter 10.000 Euro sowie speziell entwickelten Finanzierungsmodellen dafür sorgen, dass ihn sich auch Fahranfänger und weniger betuchte Familien leisten können.

Thema Einstiegsmobilität

Der Up, der auf der völlig neuen Architektur "New Small Family" aufbaut, bedeutet einen signifikanten Sprung nach vorn für Volkswagen - doch schon früher hat sich die Marke dem Thema Einstiegsmobilität gewidmet.
So wurde der legendäre Käfer jahrzehntelang in frugal ausgestatteten Billig-Varianten gebaut, die eine Weile unter der Bezeichnung 1200A liefen. Die weitgehend chromfreien Typen waren mit den 1,2-Liter-Motoren ausgerüstet und wurden gerne als "Sparkäfer" bezeichnet.VW Fox
Ein echtes Sparmodell war auch der 1975 präsentierte Polo, der als Basisvariante des Edelminis Audi 50 mit einem 40-PS-Motor und schon damals schockierend karger Ausstattung auf den Markt gelangte. Die ersten Käufer mussten unter anderem mit Türverkleidungen aus Pappe, einem fehlenden Beifahrerschloss und fehlenden Kopfstützen vorlieb nehmen. Wenig später entschied man in Wolfsburg, das in Ingolstadt entwickelte Baumuster komplett zu übernehmen: Der Polo erhielt in rascher Folge die stärkeren Motorisierungen und besseren Ausstattungen des Audi 50, der nach wenigen Jahren aus dem Programm gestrichen wurde.
Die Funktion eines noch simpleren Einstiegsmodells hätte der 1975 entwickelte Chicco übernehmen können: Mit einer nur 3,30 Meter langen, sehr schmalen Karosserie und bloßen 630 Kilogramm Leergewicht - Werte, die jene des Polo deutlich unterboten - wäre er für den Stadtverkehr prädestiniert gewesen. Der Chicco realisierte zahlreiche Ideen zur Senkung der Produktionskosten und nahm mit seiner sachlichen VW GolKeilform formal bereits die zweite Polo-Generation von 1981 vorweg. Angetrieben wurde er von einem 40 PS starken Dreizylinder; es blieb bei einigen Prototypen.
Auf die Straße kam hingegen ein in Brasilien entwickeltes Einstiegsmodell, das sich mit moderner Karosserie, jedoch mit Technik von gestern präsentierte: der VW Gol, unter dessen Fronthaube der alte, luftgekühlte Käfermotor rasselnd für Vortrieb sorgte. Der billige Gol wurde zum echten Erfolgsmodell; noch in der ersten Modellgeneration - inzwischen zählt VW die fünfte - folgten zahlreiche, teils üppig motorisierte Derivate. Darunter war eine Stufenheck-Version, die in den USA ab 1987 mit einigem Erfolg als Einstiegsmodell namens Fox vertrieben wurde. Und in Amerika figurierte schon zuvor, nämlich zum Modelljahr 1984, eine Billigvariante des Golf I als "Rabbit Sparmeister" im Modellprogramm. Damals war in Europa längst der Golf II eingeführt.

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