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80 Jahre Ford in Köln - Ein Ami am Rhein

80 Jahre Ford in Köln muss gefeiert werden. Denn für ein amerikanisches Unternehmen ist dieses Durchhalten keineswegs selbstverständlich. Aber handelt es sich bei den Ford-Werken überhaupt noch um eine US-Dependance? Die meisten Kölner sehen das anders. Für sie gehört die Marke mit der Pflaume mittlerweile genauso zur Stadt wie der Kölner Dom.

Das A-Modell ist von 1931Dabei hat das Werk schon zu Beginn Höhen und Tiefen überlebt wie kaum ein anderes: Weltwirtschaftskrise und Weltkrieg. Später kamen noch Ölkrise, ein millionenteurer Großbrand im wichtigsten Teilelager und der dramatische Misserfolg des letzten Scorpio dazu. An das Kölner Grundgesetz "Et hätt noch immer jot jejange" glaubt man aber nach wie vor fest. Zu Recht - mittlerweile ist Niehl das Stammwerk des Fiesta. Bisher verließen über sechs Millionen der Kleinwagen die Tore. Nächstes Jahr soll mit dem B-Max eine weitere Version auf den Markt kommen. Die Studie wurde im März auf dem Genfer Autosalon der Weltöffentlichkeit vorgestellt und soll nächstes Jahr gebaut werden, allerdings nicht in Köln, sondern im neuen Werk im rumänischen Craiova.
Schon ab 1925 montierte Ford das Modell T in Deutschland, zunächst in Berlin. Die Teile für die "Blechliesel" kamen in Holzkisten aus den USA. 1930 kaufte dann Ford das 170.000 Quadratmeter große Gelände mit 280 Meter Rhein-Front in Köln-Niehl. Für den Standort sprachen die freie Fläche, aber auch die Im Innenraum kommen dicke Polster und Teppiche zum EinsatzBahnanschlüsse und die Nähe zum Ruhrgebiet. Außerdem konnten über den Rhein viele Teile günstig transportiert werden. 1930 legte der damalige Kölner Oberbürgermeister und spätere Dauer-Kanzler Konrad Adenauer den Grundstein. Der erste Pkw vom Typ Modell A lief am 2. Juni 1931 vom Band. Nach ein paar Wochen war aber wegen der Weltwirtschaftskrise schon wieder Schluss und es dauerte fast ein ganzes Jahr, bis die Produktion neu aufgenommen wurde. Es folgten noch vor dem Krieg die Modelle V8, das B-Modell, der Eifel und der Taunus. Während des Zweiten Weltkriegs wurden dann bei Ford hauptsächlich Lkw für die Wehrmacht gebaut. Als Logo diente allerdings nicht mehr die Ford-Pflaume, sondern eine Plakette mit einer Zeichnung des Kölner Doms.
Nach der Zerstörung des Werks folgte nach dem Krieg rasch der Wiederaufbau und damit auch wieder, ab November 1948, eine Pkw-Produktion. Das Emblem des Doms 40 PS leistet der Vierzylindermusste den dem Kölner Stadtwappen weichen. Aus dem Werk kamen viele Taunus-Modelle und später Granada, Consul, Capri, Fiesta, Puma und Scorpio. Seit 1975 ziert auch wieder das ursprüngliche, ovale blaue Logo die Fahrzeuge.
Heute werden in Köln-Niehl der Fiesta und sein Van-Ableger Fusion gebaut. Die Montagehalle ist so groß wie 17 Fußballfelder, das gesamte Werk würde sogar 132 Feldern Platz bieten. Neben Fiesta und Fusion werden hier auch die V8- und V12-Motoren für Aston Martin und der V6-Motor für die Allrader Ford Ranger und Land Rover Discovery produziert. Auch der zentrale Werkzeugbau, die Werkplanung und der zentrale Einkauf für Europa sitzen in Niehl.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: 80 Jahre Ford in Köln - Teil II

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