14.03.2011 - 18:03
Großer Erfolg
Innerhalb weniger Tage hatten sich mehrere Hunderttausend neue Autofahrer der Aktion tankfreier Samstag angeschlossen. Ziel der Aktion war es, ein Zeichen gegen immer höhere Benzinpreise und die staatliche Verordnung des Super-E10 Kraftstoffes zu setzen. Doch die Lage an den Tankstellen hat sich nicht geändert. Weiterhin wird der unbeliebte Bio-Sprit zu überhöhten Preisen verkauft und der Liter Super und Super-Plus wird stetig teurer.

Ungeklärte Fragen
Eine Woche nach dem sogenannten Benzingipfel hat sich nicht viel getan. Immer noch müssen Fahrzeugbesitzer fürchten, auf den Reparaturkosten durch E10 verursachten Schäden sitzen zu bleiben. Zwar haben die Automobilkonzerne die Liste zur E10-Verträglichkeit der Deutschen Automobil Treuhand für verbindlich erklärt, doch bei etwaigen Schäden bleibt der Fahrzeughalter in der Beweispflicht, dass der Schaden tatsächlich auf den Gebrauch des Bio-Kraftstoffes zurück zuführen ist. Für zusätzliche Verunsicherung sorgte die Information, dass auch mehrere Landespolizeidirektionen ihre Dienstwagen vorsorglich nicht mit E10 betanken lassen.
Aufruf gegen das Vergessen
Durch die verheerende Tsunami-Katastrophe und die Zwischenfälle in den japanischen Kernkraftwerken hat sich die innenpolitische Debatte innerhalb weniger Tage gänzlich dem Atomausstieg zugewandt. Damit die Debatte um den umstrittenen E10-Kraftstoff nicht einfach unter den Tisch fällt, ruft auto.de auch am kommenden Wochenende zum tankfreien Samstag (19. März) auf. Wir fordern weiterhin eine bessere Aufklärung der Autofahrer durch Politik und Wirtschaft, über die Verträglichkeit von E10. Des Weiteren drängen wir auf den flächendeckenden Erhalt von Super-E5-Benzin, um jedem Autofahrer die freie Entscheidung, für oder gegen das staatlich verordnete E10, zu überlassen. Zusätzlich verlangen wir eine Preissenkung für E10-Kraftstoff, zum einen, da der erhöhte Ethanolanteil im E10 keineswegs die volle Mineralölsteuer rechtfertig, zum anderen da in anderen europäischen Ländern E10 generell günstiger verkauft wird als normaler Super-Kraftstoff. Beteiligen auch Sie sich am E10-Boykott und leiten diese Information an Freunde und Bekannte weiter. Wehren Sie sich gegen einen neuerlichen Griff in den Geldbeutel der Autofahrer.
auto.de/holger zehden
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