Auto des Tages

Peugeot Ion: AC/DC im Kleinwagenformat

Video: Peugeot iOn: Löwe mit Elektroantrieb

Mangelnder Motorsound

Wie bei allen Elektroautos sorgt auch beim Ion der mangelnde Motorsound nicht nur für Freude. Denn während der Fahrer und mancher Anwohner die Ruhe genießt, fühlen sich Fußgänger durch die sich auf leisen Rädern anschleichenden Pkw gefährdet und Freunde von wohlklingendem Motorensound vermissen das vertraute Geräusch aus den Endrohren. Doch was heute Peugeot Ion: AC/DC im Kleinwagenformat ungewohnt ist, ist morgen selbstverständlich. Und die Mobilität von morgen ist nicht nur leise und umweltfreundlich, sie macht auch Spaß. Schließlich stellt der kleine Flitzer seine Kraft von 47 kW/64 PS permanent und anstandslos zur Verfügung.

Bis den Akkus die Puste ausgeht...

Beschleunigungswünsche werden bis zu einem Tempo von 130 km/h prompt in die Tat umgesetzt. Und zwar so lange, bis den Akkus die Puste ausgeht. Erste Warnschüsse gibt es, wenn von der 16-teiligen Ladestandsanzeige nur noch zwei Striche übrig sind. Ignoriert der Fahrer weiterhin den Energiehunger des Motors, schaltet der Kleine irgendwann in den Schildkröten-Modus. Hierbei erscheint eine kleine Schildkröte im Display und weist darauf hin, dass fortan nur noch im Schneckentempo gefahren werden kann. So lange, bis schließlich gar nichts mehr geht. Mit einem Kanister zur nächsten Tankstelle zu laufen ist in diesem Fall allerdings sinnlos, stattdessen ist ein sehr langes Ladekabel gefragt.Peugeot Ion: AC/DC im Kleinwagenformat

Lithium-Ionen-Batterien

Die Lithium-Ionen-Batterien stammen aus einem Joint Venture von Mitsubishi und GS Yuasa und können entweder regulär über eine haushaltsübliche Steckdose innerhalb von sechs Stunden ganz voll oder über ein Schnellladeverfahren innerhalb von 30 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Diejenigen, die es eilig haben, müssen jedoch eine Schnellladevorrichtung finden, die 380 Volt Drehstrom bereit stellt. Insgesamt besitzt der Ion 88 Batteriezellen. Der 330 V Gleichstrom aus der Antriebsbatterie wird durch einen Wechselrichter in 330 V Wechselstrom für den Elektroantrieb umgewandelt. In Schubphasen passiert genau das Gegenteil: Der Motor ändert seine Drehrichtung und erzeugt Wechselstrom, der vom Wechselrichter in Gleichstrom für das Laden der Batterie umgewandelt wird - AC/DC im Kleinwagenformat. Verbaut wurden die Akkus unter dem Bodenblech. Das senkt den Schwerpunkt und erhöht die Stabiltität des hohen und gleichzeitig kurzen One-Box-Flitzers mit fünf Türen und vier Sitzen. Neben der Gewichtsverteilung soll die Platzierung auch im Falle eines Crashs Sicherheit bieten. Querverstrebungen im Batterie schützen die Batterie zusätzlich bei einem Seitenaufprall.
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