Auto des Tages

Fahrbericht Nissan Cube 1.6 mit 81 kW/110 PS: Fluffy-Matte inklusive

Seine Erbauer bezeichnen den Nissan Cube als „Muss-Auto“. Auch wenn das im Moment nur für einige Trendviertel der japanischen Megacity Tokyo gelten mag, bringt der Nissan Cube doch ausreichend Potential mit, sich auch in europäischen Städten zum „Muss-Auto“ entwickeln zu können. Bisweilen scheint der kleine Japaner den Status schon beinahe erreicht: Denn hinschauen musste so ziemlich jeder, an dem wir vorbeifuhren. Dabei wurde schnell klar: Das kubische Design polarisiert. Unabhängig davon, ob der Nissan Cube nun Zuspruch oder Ablehnung erfährt, wollen wir in unserem Test sehen, wie es um die Alltagstauglichkeit des japanischen Würfels bestellt ist. Als Alternativen zum Nissan Cube kämen der Daihatsu Materia oder der Kia Soul, wobei Letzterer bereits dem Segment der SUV zuzuordnen wäre, infrage.

Exterieur

Er braucht weder Breitreifen noch Tieferlegung, keine Speziallackierung oder kernigen Motorsound. Nicht einmal bewegt werden muss der Nissan Cube. Einfach am Straßenrand abstellen und fertig. Schon nach wenigen Minuten lässt sich beobachten, dass er Aufsehen erregt. Und das offenkundig nicht nur bei Autobegeisterten. Wir konnten beobachten, dass um das Fahrzeug herumgelaufen und hineingeschaut wurde. Immer begleitet von Fahrbericht Nissan Cube 1.6 mit 81 kW/110 PS: Fluffy-Matte inklusiveeinem Lächeln der Passanten.
Und das er ins Auge fällt, ist nicht verwunderlich. Schon die Zeichnung der Front mit ihren geraden Linienverläufen der beiden Lufteinlässe und des Kühlergrills mit den Leuchteinheiten wirken freundlich und frisch. Der Eindruck setzt sich in der Gestaltung der Flanke unvermindert fort. Bisweilen fühlten wir uns an einen Wagen der 1920-30er Jahre erinnert. Es fehlten nur noch die sich gegenläufig öffnenden Türen, die dann den Blick ins Innere freigeben würden.

Asymmetrisch

Das gilt jedoch ausschließlich für die Fahrerseite des Nissan Cube. Ganz anders präsentiert sich die Flanke des Beifahrers in ihrer Gestaltung. Obgleich sich die Linienführung der Scheiben in den Vordertüren beider Seiten eher am Schiffbau und den dort üblichen Bullaugen zu orientieren scheint, ist die Verglasung auf der dem Fahrer abgewandten Seite von der hinteren Tür über die C-Säule bis einschließlich der gesamten Breite der Heckklappe Fahrbericht Nissan Cube 1.6 mit 81 kW/110 PS: Fluffy-Matte inklusiveeine ganz andere. Hier wird damit gespielt, Flächen aufzubrechen. Obgleich ein Würfel etwas Regelmäßiges ist, bricht der Nissan Cube mit diesem hinlänglich vertrauten geometrischen Verständnis.
Auch die Heckpartie spielt mit der Vermischung von Formen. Zum einen wird die geradlinige Struktur der Front für die Gestaltung der Rücklichteinheiten aufgegriffen, zum anderen verschwimmt die Struktur der Heckklappe durch die scheinbar umlaufende, von der Seite kommende, Heckscheibe. Dies führt dazu, dass es der Heckklappe an ihrer linken Seite eines adäquaten Abschluss zu ermangeln scheint. Dezentral auch die Anordnung des Griffes, um die Klappe in gleicher Weise wie die vier Türen öffnen zu können.

Interieur

Auch im Innenraum dominiert Formenvielfalt. Dennoch sticht ein Gestaltungsmittel besonders ins Auge: Das Fehlen von Ecken und Kanten. Alles mutet irgendwie „rund“ an. So auch das Armaturenbrett, das zudem einen Fahrbericht Nissan Cube 1.6 mit 81 kW/110 PS: Fluffy-Matte inklusivemassig-klobigen Eindruck hinterlässt. Auf den zweiten Blick offenbart sich dann jedoch eine Wellenstruktur, die sich als gestalterisches Element an vielen Stellen des Innenraums wiederfindet. So beispielsweise an der japanischem Reispapier nachempfunden Shoji-Jalousie, die das durch die Panoramascheibe des Daches nach innen dringende Licht gefiltert passieren lässt.
Unkonventionell und gleichermaßen ein Hingucker ist die “Fluffy“-Matte. In der Mitte auf dem Armaturenbrett angebracht, ist jedoch davon abzuraten, auf dem langflorigen Teppich Dinge wie Handy oder Schlüssel abzulegen. Die würden sich bekanntermaßen bei starkem Bremsen oder Beschleunigen zu Geschossen verwandeln.
Wellig geht es auch auf dem Display des Navigationsgerätes und der Multimediaeinheit zu. Selbst hier sind die Kanten der Button des Touchscreens abgerundet. So auch der Arbeitsplatz. Links findet sich der analoge Drehzahlmesser, rechts die ebenfalls analog gestaltete Geschwindigkeitsanzeige. Mittig angeordnet, die digitaleFahrbericht Nissan Cube 1.6 mit 81 kW/110 PS: Fluffy-Matte inklusive Anzeige für Temperatur, Gesamt- und Tageskilometer, Außentemperatur und verbleibender Kraftstoffmenge. Die Gesamtheit aller Anzeigen wiederum wird von einer liegenden acht gerahmt.

Gestühl

Lounge-Atmosphäre soll das Gestühl des Nissan Cube versprühen. Und tatsächlich: Das Raumgefühl ist überraschend großzügig, das Gestühl bequem. Für den Fahrer und die Passagiere im Fonds steht eine Mittelarmlehne zur Verfügung. Üppig auch das Platzangebot für Beine und Kopf der Mitfahrer in der hinteren Sitzreihe.
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