03.09.2010 - 14:09
Eine Busreise muss weder anstrengend sein, noch bar jedweden Komforts stattfinden. Wie das geht, zeigt Volkswagen Nutzfahrzeuge seit Jahren mit seiner Multivan-Baureihe. Das Fahrzeugkonzept bietet für so ziemlich jeden Anlass die richtige Modellversion. Wir hatten mit dem VW Multivan Comfortline 2.0-l BiTDI 132 kW/179 PS einen Vertreter der Spezies für einen Test zur Verfügung. Ziel war es, zu sehen, wie es um den Ausspruch „eine Reise die ist lustig, eine Reise die ist schön“ in einem VW Multivan bestellt ist. Alleine ist der Wolfsburger natürlich nicht am Markt: Alternativen sind etwa der Opel Vivaro oder der Nissan Primastar.
Front
Von außen präsentiert sich der VW Multivan eher sachlich und schlicht. Markant, und beinahe etwas grimmig, zeigt sich die Frontpartie des Wolfsburgers. Dafür sorgt die mit einem leichten Überhang über die Scheinwerfer ragende Motorhaube, unter der die zur Fahrzeugmitte spitz zulaufenden Leuchteinheiten hervorlugen. Während der untere der beiden Lufteinlässe des zweigeteilten Kühlergrills mit einer in Wagenfarbe
gestalteten Querleiste gestaltet wurde, ist der obere Bereich mit zwei Chromleisten versehen. Mit der Gestaltung der Front, insbesondere den beiden Sicken auf der Motorhaube wird die Familienzugehörigkeit zwischen dem Nutzfahrzeugvertreter VW Multivan und dem Pkw-Segment des Konzerns deutlich.
gestalteten Querleiste gestaltet wurde, ist der obere Bereich mit zwei Chromleisten versehen. Mit der Gestaltung der Front, insbesondere den beiden Sicken auf der Motorhaube wird die Familienzugehörigkeit zwischen dem Nutzfahrzeugvertreter VW Multivan und dem Pkw-Segment des Konzerns deutlich.Seite & Heck
Während die Frontpartie des Großraumvans recht dynamisch gestaltet wurde, sind Flanke und Heck eher unscheinbar in ihrer Linienführung. Lediglich die abgedunkelten Scheiben der Seite, sowie das in der Schiebtür integrierte kleine Fenster lockern die Silhouette etwas auf. Der Eindruck eines vorderen und hinteren Bereichs der Seitenpartie wird erreicht durch die in Glasoptik kaschierte C-Säule. Die Scheibe erstreckt sich bis zur D-Säule und lässt eine dreiteilige Struktur in Vorderteil (Vordertür), Mittelteil (Schiebetür) und hinteren Teil erkennen. Einen Akzent in der Flanke liefert lediglich die unmittelbar über dem Schweller liegende Sicke.
Schlicht zeigt sich auch die Heckpartie mit der großen nach oben zu öffnenden Klappe. Akzente hier liefern das
dritte Bremslicht, die Rücklichteinheiten und der das Chassis etwas verlängernde Stoßfänger mit zwei integrierten Rückstrahlern.
dritte Bremslicht, die Rücklichteinheiten und der das Chassis etwas verlängernde Stoßfänger mit zwei integrierten Rückstrahlern.Interieur
Etwas anders, dennoch stringent, präsentiert sich der Innenraum. Obgleich auch hier eine gewisse Schlichtheit bei der Gestaltung Maßgabe gewesen zu sein schien, ist der Gesamteindruck wertig. Materialauswahl und Verarbeitung sind stimmig und qualitätsvoll. Die Phase der Orientierung fällt recht kurz aus. Nicht VW-Kenner finden sich recht schnell zu recht, VW-Freunde hingegen wähnen sich bisweilen in einem Golf oder auch Passat. Alles ist am rechten Platz, intuitiv bedienbar und wirkt vertraut.
Das Cockpit bietet zwei klassische, in Aluminiumoptik gerahmte Rundinstrumente. In deren Mitte befindet sich das Display für Bordcomputer und Navigationsgerät. Eine Möglichkeit der Steuerung von Navi & Co. bietet das Dreispeichen-Multifunktionslenkrad. Das Armaturenbrett selbst weißt eine Dreiteilung auf in den Instrumententräger
des Fahrers, den Mittelteil mit Display von Navigation und Multimedia und den dritten Teil, der das Handschuhfach auf der Beifahrerseite beinhaltet.
des Fahrers, den Mittelteil mit Display von Navigation und Multimedia und den dritten Teil, der das Handschuhfach auf der Beifahrerseite beinhaltet.Ausstattung
Das Gestühl des VW Multivan hat nichts mit dem Purismus eines Transporters gemein. Vielmehr bieten die Sitze auf allen Plätzen Langstreckenkomfort. Zudem lässt sich die Anordnung der Einzelsitze in Reihe zwei in Längs- und in Fahrtrichtung modifizieren. So auch die in der dritten Sitzreihe befindliche einteilige Rückbank mit drei Einzelsitzen. Auch sie lässt sich in Fahrzeuglängsrichtung den Erfordernissen entsprechend anpassen. Ein Klapptisch lässt zudem auf den hinteren Plätzen schnell vergessen, dass noch immer in einem Auto gesessen wird. Erleichtert wird dieser Eindruck durch die Möglichkeit des DVBT-Empfanges. Mit dem digitalen Fernsehprogramm sind Informationsdefizite ausgeschlossen. Natürlich lassen sich auch DVDs anschauen, oder es wird zum klassischen Buch gegriffen, das, Dank der über allen Sitzreihen befindlichen Lampen, auch bei relativer Dunkelheit lesbar bleibt.
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