Auto des Tages

Fahrbericht Mercedes-Benz E 350 CGI: Groß(E) Klasse

Es ist ja kein Wunder. Wenn sich die C-Klasse der E-Klasse in Komfort und Ausstattung bedrohlich nähert, dann muss sich die S-Klasse eben auch wärmer anziehen, denn die 2009 vorgestellte E-Klasse ist dem Top-Modell der Stuttgarter bedeutend näher gekommen. Davon zeugt gar nicht so sehr das Ausmaß der Karosserie, sondern das Interieur dieses Fahrzeugs. So kantig sich das äußere Erscheinungsbild der E-Klasse darstellt, so filigran und fein ist das Innenleben gestaltet.

Signet "Blue Efficiency"

Das Signet "Blue Efficiency" ziert die vorderen Kotflügel unseres Testwagens mit dem 3,5-Liter-V6-Benziner. Effizient soll er also sein, der 215 kW / 292 PS starke Motor, der mit der viel gelobten 7G-Tronic sein automatisches Schaltwerk verrichtet. Tatsächlich sind die Verbrauchswerte für einen Benziner dieses Gewichts und dieser Leistung erstaunlich moderat. Bei flotter Fahrweise, die mit so manchem Fahrbericht Mercedes-Benz E 350 CGI: Groß(E) KlasseKick-down und hohen Autobahngeschwindigkeiten garniert wurde, flossen rund 11 Liter bis 12 Liter durch die Einspritzdüsen. Bei moderater Fahrweise sanken die Werte locker unter 10 Liter, erreichten aber nicht die Hersteller-Angaben von 8,8 Litern.

Fahreigenschaften

Apropos Kick-down: In manchen Fahrsituationen wünschten wir uns ein schnelleres Ansprechen des Getriebes. So sanft und ruckfrei es auch sonst arbeitet, für eine wirklich schnelle Gangart ist es (leider) nicht ausgelegt. Dafür ist die E-Klasse das ideale Reiseauto für die Langstrecke. Harmonisches Dahingleiten erfreut auch bei höheren Geschwindigkeiten. Eingebettet in die Multikontursitze (1280 Euro) fühlt man sich sicher wie in Abrahams Schoß.

Nicht nur nettes Beiwerk

52.479 Euro verlangt Mercedes-Benz mindestens für den 350 CGI als Limousine. Aber damit ist es lange nicht getan. Auch wenn es nicht zwingend notwendig ist, die 83 645,10 Euro auszugeben, die unser Testwagen kostete, so ist doch manches Fahrbericht Mercedes-Benz E 350 CGI: Groß(E) KlassePaket und Ausstattungsfeature nicht nur nettes Beiwerk. Beispielsweise ist der Nachtsichtassistent PLUS in Verbindung mit dem Multimedia-System Comand APS für Vielfahrer erste Wahl.

Nachtsicht-Assistent Plus

Mit dem Nachtsicht-Assistent Plus soll der Fahrer auch bei Gegenverkehr und ohne das Fernlicht aufzublenden keine Gefahrenquelle übersehen. Das System arbeitet mit Infrarotscheinwerfern und einer Infrarotkamera, die bei Dunkelheit den gesamten Fernlichtbereich als Graustufendarstellung auf dem Navi-Monitor darstellt. Fußgänger können zusätzlich automatisch erkannt und im Display hervorgehoben werden. Damit werden Menschen, Tiere oder Gegenstände im Fahrbahnbereich auch bei schlechten Sichtverhältnissen sichtbar. Rund 4500 Euro müssen für die beiden Optionen ausgegeben werden. Für eine erhöhte Sicherheit und das sehr gute Navigationssystem eine sinnvolle Ausgabe.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ausstattung, Fazit; techn. Daten & Preis

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