Auto des Tages

Fahrbericht Yamaha MT-01: Japanischer Dampfhammer im Solokonzert

Die Yamaha MT-01 gehört zweifelsfrei zu den Feat-Ladies auf dem Motorradmarkt. Und um die Qualitäten, die sie so offen zur Schau trägt, macht sie schon während ihres ersten Auftritts keinen Hehl: Sie zeigt, was sie zu bieten hat. Ob es sich bei der Japanerin am Ende aber vielleicht doch nur um eine Blenderin handelt, wird unser Test zeigen. Als Wettbewerber stehen der Japanerin Bikes wie die Buell Lightning CityX XB 12 SX oder die Harley-Davidson XR 1200 X am Markt gegenüber.

Sie stand auf unserem Hof...

Schon nach den ersten Blicken konnte die Yamaha MT-01 bei uns punkten. Ohne Schnickschnack stand sie vor uns: Eben ein Naked Bike vom Feinsten. Wenn auch nackt, so ist sie doch alles andere als schmucklos. Es beginnt schon mit der Front und der markanten Gestaltung des Scheinwerfers. Da lächelt einen keine paarige Leuchteinheit an, sondern etwas, dass die MT-01 schon im Rückspiegel als das zu erkennen gibt, was sie ist. Fahrbericht Yamaha MT-01: Japanischer Dampfhammer im SolokonzertWeiter geht es an gleicher Stelle mit den in Karbonoptik gehaltenen Tankverbreiterungen, die mit ihren großen Lufteinlässen zu jeder Seite ihren Teil zum dynamischen Auftritt der Japanerin beitragen. Ein wenig unvorteilhaft wirkt hingegen die harmonische Struktur der Frontpartie aus dem Gleichgewicht bringende Anordnung der beiden Krümmer der Abgasanlage. Ebenfalls aufgefallen ist uns die lieblos wirkende Anordnung der Hupe. Sie vermittelt den Anschein, als sei sie bei der Montage vergessen worden und noch schnell nachträglich angebaut wurden.

Die Seite

Die Flanke der MT-01 bietet keinerlei Reibungspunkte, offenbart sich doch hier unmissverständlich, dass es sich bei der Japanerin um eine Fahrmaschine handelt. Nicht zuletzt wegen der unter der Sitzbank entlang geführten Akrapovic-Auspuffanlage, die einen ordentlichen Sound garantiert, waren wir geneigt zu sagen, dass es sich bei Fahrbericht Yamaha MT-01: Japanischer Dampfhammer im Solokonzertder Yamaha um einen Sitz mit Motor handelt. Und dass dieser Gedanke so abwegig nicht war, sei an dieser Stelle schon einmal vorweggenommen. Aber immer schön der Reihe nach.

Das Heck

Bekanntermaßen kann ja auch ein Rücken entzücken. Und das macht er in der Tat. Dafür sorgt zu einem überwiegenden Teil das Doppelendrohr der Akrapovic-Auspuffanlage zur rechten und linken der Sitzbank, die zudem die schmale Rücklichteinheit rahmt. So präsentiert sich die gesamte Heckpartie ausgewogen und stimmig in ihrer Gestaltung.

Arbeitsplatz

Auch das Cockpit wurde auf das Wesentliche reduziert. Das martialisch anmutende Zentralinstrument beherbergt Fahrbericht Yamaha MT-01: Japanischer Dampfhammer im Solokonzertalles, was für den Betrieb notwendig ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Angenehm empfanden wir die Zweiteilung der Anzeige in die klassische des Drehzahlmessers sowie die digitale von Geschwindigkeit, Laufleistung, Uhrzeit und Tankanzeige. Bei Letzterer sehen wir jedoch noch Nachtbesserungsbedarf. Eine Anzeige, die nicht erst dann aufleuchtet, wenn bereits die Reserve zum Einsatz kommt, wäre in dieser Gewichtsklasse durchaus wünschenswert.
Weiter auf Seite 2: Video - Yamaha MT-01 in motion; Fahreigenschaften; Kurven; Auslauf; Bitte nachbessern;

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