Auto des Tages

Beispiel Mercedes/Hockenheim: Was am Formel-1-Vorabend (unter der Tribüne) so alles passiert

In der „Nacht der Stars“

Es ist, ganz offiziell, die „Nacht der Stars“. Die, die es einmal waren. Die, die es vielleicht noch immer wirklich sind. Und die, die es endlich gern wären. Die tief dekolletierte Blondine jedenfalls, die gerade ihre erste Ansage macht, darf den Protagonisten des schwäbisch-malaysischen Im Gespräch: Team-Chef Ross Brawn (links), Motorsport-Chef Norbert Haug.Formel-1-Auftritts 2010 später wenigstens noch ein paar Fragen stellen: „Und, Michael, was erwartest Du so vom Rennen morgen?“ Doch erst einmal erzählt Dieter (Zetsche), was für einen tollen Job ein Daimler- und Mercedes-Boss hat: „Gestern noch bei Testfahrten in Florida und heute hier!“ Die Ansagerin bittet Norbert (Haug) und Ross (Brawn) zu sich aufs etwas erhöhte Podest. Dem Mercedes-Motorsport- und dem Formel-1-Team-Chef, bei Ferrari und bei Brawn GP noch das „Superhirn“, fällt es schwer, ihre Unzufriedenheit über das Ergebnis des Qualifyings zu verbergen. Sie versuchen es mit professioneller Routine: „Mal schauen, wie es am Ende wird, wir werden unser Bestes geben.“

„... die sicher noch folgen werden“

Und die Piloten, beide frisch geduscht und mit Gel im Haar? Michael (Schumacher) spricht von „vielen schönen Momenten“, die er schon erlebt habe in seiner Karriere, ehe der 41-Jährige merkt, dass da noch was  „Viele schöne Momente“: Mercedes/Petronas-Pilot Michael Schumacher.kommen muss, natürlich: „Und die“, fügt er gleich hinzu, „sicher noch folgen werden.“ Erfolgserlebnisse, auf die Nico (Rosberg) ebenfalls hofft, der Stallgefährte, der im Gespräch mit der Ansagerin doch etwas angeknackst wirkt. Was Nick (Heidfeld) da, bei Mercedes/Petronas als Test- und Ersatzfahrer unter Vertrag, wohl denkt? Ein Kollege hat ihn vorhin im Publikum gesehen. „Glücklich ausgesehen hat der nicht.“

Weltpremiere zum Nachtisch

Zeit für die Nachspeise. Mercedes präsentiert sie in Form einer Weltpremiere. Die kommt als 544/571 PS starker, bis zu 300 Stundenkilometer schneller und ab fast 161 000 Euro teurer Biturbo-CL 63 AMG vorsichtig über den nun zum Auto-Catwalk gewordenen Fahrsteg daher, am Steuer Bernd (Schneider), der Tourenwagen-Champ, Hoffen auf Erfolgserlebnisse, endlich: Mercedes/Petronas-Pilot Nico Rosberg.und Ola (Källenius), der neue AMG-Chef, auf dem Beifahrersitz.

Dann gibt’s Feuer unter dem Hintern

Jemand ist mit den Gedanken schon eine Woche weiter. Beim nächsten Großen Preis, dem zwölften der aktuellen Saison. Bei dem es unter den Tribünen auf dem Hungaro-Ring von Budapest möglicherweise einen anderen, eher traditionellen Hingucker geben wird. „Vielleicht Czárdás, dann gibt es Feuer unterm Hintern.“

auto.de/Günther Koch/KoCom/Fotos: Koch

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