14.07.2010 - 11:07
Traditionell ist der AvD-Oldtimer-Grand-Prix einer der Saisonhöhepunkte der europäischen Klassik-Enthusiasten. Einzigartige Rennfahrzeuge aus acht Jahrzehnten werden in der Eifel zu sehen sein, wenn sich "der Ring" in ein rollendes Freilichtmuseum verwandelt. So konzentriert gibt es die rollenden Raritäten aus mehr als 80 Jahren Motorsport-Geschichte sonst nur im Museum zu sehen.
Die Veranstaltung selbst ist längst ein Klassiker. Mit mehr als 600 teilnehmenden Fahrzeugen ist der AvD-Oldtimer-Grand-Prix auch eine der größten europäischen Oldtimer Rennveranstaltungen, zu der selbst Fahrzeuge aus den USA und Australien mit ihren Besitzern erwartet werden. Rennen gibt's auf der legendären Nordschleife und dem modernen Grand-Prix-Kurs zu sehen. Mit Sport-, Touren- und Rennwagen - vom Vorkriegsrennwagen bis zum 80er Jahre Modell - geht es richtig zur Sache. Harry Read dazu: "Wenn ich erzähle, dass ich einen Oldtimer bewege, denken immer alle an einen älteren Herrn mit Käppi hinter dem Holzlenkrad eines Morgan. Dabei ist das hier Rennsport vom Feinsten." Mit 820 PS bis 840 PS, je nach Wetterlage, kann sein McLaren durchaus auch heute noch im sportlichen Wettbewerb mithalten und absolut konkurrenzfähige Rundenzeiten auf die Piste legen.
Ein Höhepunkt des Wochenendes sind die historischen Formel-1-Wagen. Im Rennen der "Grand Prix Masters" mit Dreiliter-Formel-1-Boliden aus den Jahren zwischen 1966 und 1985 werden Erinnerungen wach. Piloten wie Jackie Stewart, Jacky Ickx, Clay Regazzoni und Niki Lauda bestimmen das Geschehen. Lauda setzte die Rundenzeit in der gefürchteten "Grünen Hölle" auf unter sieben Minuten herunter. In der Starterliste des Oldtimer-Grand-Prix finden sich etliche Erfolgsmodelle jener Jahre. Etwa der McLaren M23/4 aus der Zeit, als
Emerson Fittipaldi seinen zweiten WM-Titel holte, oder der Brabham BT24, den Jack Brabham Ende der Sechziger pilotierte.
Emerson Fittipaldi seinen zweiten WM-Titel holte, oder der Brabham BT24, den Jack Brabham Ende der Sechziger pilotierte.Auch Sportwagenfans kommen auf ihre Kosten. Sport-Prototypen sind bei den World Sportscar Masters zu sehen: Fahrzeuge, die etwa die 24 Stunden von Le Mans Mitte der 60er bis 70er Jahre fuhren. Harry Read wird mit seinem McLaren als Pace-Car das Feld anführen. Der Einladungslauf für zweisitzige Rennwagen und GTs der Baujahre bis 1961 entführt in die davor liegende Sportwagen-Ära. Ein südlicher Leckerbissen ist der Italian Historic Car Cup mit Sportprototypen und GTs aus italienischer Fertigung; ein Revival der Klassiker von Abarth, Alfa Romeo, Ferrari, Lancia, Maserati und OSCA. Tourenwagen- und GT-Sport-Freunde kommen ebenfalls nicht zu kurz. Auch in diesem Jahr sind die beliebten Rennen der GT-Fahrzeuge bis 1965 sowie das Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft - mit spektakulären DRM-Fahrzeugen bis 1981 - beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix im Programm.
Für viele Zuschauer ist das Programm neben der Strecke mindestens ebenso spannend wie das Renngeschehen. Das Fahrerlager ist offen, erlaubt spannende Einblicke und bildet die Kulisse für Benzingespräche. Hier sind die Fahrzeuge der Teilnehmer ebenso zu sehen wie faszinierende Klassiker, die Clubs und Automobilhersteller mit in die Eifel bringen. Über 20 Markenclubs haben ihr Kommen angesagt, mehr als 1 000 Fahrzeuge werden rund um die Rennstrecke erwartet. Opel feiert 40 Jahre Ascona und Manta sowie 20 Jahre Calibra; mit mehr als 500 Fahrzeugen will Alfa Romeo den 100. Geburtstag der Marke feiern. Auf der Einkaufsmeile werden stilechte Racing-Accessoires angeboten.
Tagestickets für Erwachsene kosten Freitag 18 Euro, Samstag und Sonntag 38 Euro, Wochenendtickets sind für 58 Euro zu haben. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt zum AvD-Oldtimer-Grand-Prix.
auto.de/(gp/mid)
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