08.07.2010 - 17:07
Der Seat Leon ist ein gelungener Designwurf. Die Linienführung erinnert eher an ein Coupé, als an einen Viertürer. Immer wieder ertappte ich Mitfahrer, wie sie vorne versuchten den Sitz nach vorne zu klappen. So raffiniert ist die Linienführung gelungen. Den Einstieg in den Font verschafft man sich ganz einfach über den Türgriff, welcher in den abgedunkelten Seitenscheiben verborgen ist.
Optik: Dezent aber aufgeräumt
Insgesamt kommen die Änderungen am Cupra R im Vergleich zum Basis Model eher dezent daher. So lassen ein 
veränderter Grill mit großen Lufteinlässen und fette 19 Zöller den Über-Seat sportlicher rüberkommen, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

veränderter Grill mit großen Lufteinlässen und fette 19 Zöller den Über-Seat sportlicher rüberkommen, ohne dabei aufdringlich zu wirken.Der Innenraum kommt sauber aufgeräumt daher. Eine Tachoskala bis 300 lässt frohlocken, ab Werk ist aber bei 250 Schluss mit dem Vortrieb und bis die erreicht sind vergeht sehr …. sehr sehr viel Zeit. Potential für Tuner ist also vorhanden. Straffe Sportsitze vermitteln einen guten Seitenhalt. Das Navigationssystem mit seinem kleinen Monitor wirkt deplatziert, da zu tief angesetzt. Zudem nervt es mit unnötig langen Routenberechnungen. Der Sechsgangschalthebel liegt gut in der Hand. Die Gänge lassen sich kurz und knackig einlegen. Eine DSG Version ist leider nicht erhältlich.
Das Antriebsaggregat: souverän im Vorwärtstrieb
Vor dem Fahrer kommt ein spurtstarker Turbo-Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum aus dem Hause VW zum Einsatz. Mit 265 PS auf der Vorderachse, spurtet der kleine Spanier in 6,2 Sekunden auf Hundert. Auf trockener Straße spurtet der Cupra R, trotz seiner immensen Leistung auf der Vorderachse, rasant voran. Nicht zuletzt dank des elektronischen Sperrdifferentials. Auch bei Regen lässt sich der Cupra R kaum aus der Ruhe bringen. Hier werden die Vorteile der Elektronik präsent.
Die Gänge lassen sich zackig einlegen, jedoch wirken sie falsch übersetzt. Gerade die ersten drei Gänge hätten ruhig eine Nuance mehr Auslauf haben können, um den Turbo richtig bei Laune zu halten. Der lebt wie man das so kennt, erst in den oberen Drehzahlen richtig auf und muss dementsprechend bei Laune gehalten werden. Im
Fall der Fälle packen die Bremsen kräftig zu.
Fall der Fälle packen die Bremsen kräftig zu.Rassiger Vierzylinder mit Einschränkungen
Ähnlich wie mit Mini, ist Seat mit seinen Cup Modellen eine relativ preisgünstige Methode gelungen in den Rennsport einzusteigen. Eben diesen Geist möchte man dem Kunden auch mit den Cupra Modellen vermitteln. Und wenn es sich um einen R handelt noch mehr, möchte man denken.
Doch leider hat der Cupra R genau hier seine Schwächen: ihm fehlt die Emotion. Das fängt schon beim Anlassen des Vierzylinders an. Der Motor klingt nach nichts und rattert im Stillstand so sehr, dass ernsthaft (mehrmals!!!) gefragt wurde, ob es sich hierbei um einen Diesel handelt. Ein wenig Sound Engineering wäre doch wohl eine Kleinigkeit gewesen, klingt doch selbst der Golf GTI brummiger und satter.
Weiter auf Seite 2: Video - Seat Leon Cupra (2009); Was nun?; Fazit; Datenblatt und Preis
Ihnen gefällt der Artikel Gezähmte Mamba – Fahrbericht Seat Leon Cupra R? Dann bookmarken Sie diese URL: http://de.auto.de/magazin/showArticle/article/41586/Gezaehmte-Mamba-Fahrbericht-Seat-Leon-Cupra-R
Diesen Artikel verlinken:
» alle Bilder ansehen Fotostrecke zum Artikel – 15 Bilder
CO2
-
Diesel
-
Drehzahlen
-
DSG
-
ESP
-
Fahrer
-
FSI
-
GTI
-
Hubraum
-
Innenraum
-
Leistung
-
Lenkung
-
Navigationssystem
-
Newtonmeter
-
PS
-
Sportsitze
-
Sportwagen
-
Turbo
-
Fahrwerk
-
Stillstand
-
Verbrauch
-
VW
-
Golf
-
Seat
-
Note
-
Leon
-
Regen
-
Wolfsburg
-
Schnäppchen
-
Vergleich
Jetzt Artikel kommentieren.
Weitere Diskussionen im Forum zu Gezähmte Mamba – Fahrbericht Seat Leon Cupra R
» zu Ihrer persönlichen Seite








Auto-Fan zum Thema RE: Studie: Große...
meines Erachtens auch etwas irrsinniger Artikel. wieso ist denn der Führerschein in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt teilweise so... » mehr
Auto-Fan zum Thema Fahrbericht Yamaha...
Yamaha muus in der näöchsten Generation der YZF-R1 noch etwa 15 kg abspecken und etwa 15 kW in der Spitzenleistung zulegen, um den... » mehr
turbolos zum Thema Carsharing: 100...
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht den Hype um den Twizy. Klar, konsequent auf Sparsamkeit optimiert, und günstig in der Anschaffung,... » mehr
turbolos zum Thema Toyota: Vier...
Während andere Hersteller geschlafen haben, hat Toyota die Technologie gepusht. Dafür haben sie jetzt schöne Absatzzahlen vorzuzeigen.... » mehr
turbolos zum Thema Fahren mit Gas:...
Sehr gutes Fazit. Beide Arten rechnen sich, auch bei CNG wird sich das mit den wenigen Tankstellen in ein paar Jahren erledigt haben.... » mehr