07.07.2010 - 13:07
Feuer und Rauch züngeln aus den vier Triebwerken von Marschall Titos Präsidentenmaschine. "Beim Starten der jeweils mit 2500 PS ausgestatten Motoren der DC-6 ist das ganz normal beruhigt der Pilot. Zur Pressekonferenz des Red Bull Air Race am Lausitzring lud der österreichische Energy-Drink-Hersteller zum Rundflug über Berlin und der Rennstrecke. Mit an Bord war auch Matthias Dolderer. Er ist einer der
waghalsigen Piloten, die am 8. August 2010 in der Lausitz um den Sieg fliegen.
Perfektion & Flugstil
"Es kommt vor allen Dingen auf Perfektion und einen sauberen Flugstil an. Wenn man das gut macht, ist man vorne dabei", richtet Dolderer seinen Blick auf das anstehende Rennen. Übrigens: Volkswagen ist der Teamsponsor des einzigen deutschen Piloten im Starterfeld. "Motorsport steht für sportlichen Wettbewerb und technische Innovation. Genau diese Attribute gelten auch für unsere sportlichen Modelle", so Jörn Hinrichs, Leiter Experience Marketing bei Volkswagen und weiter: "Das Red Bull Air Race ist das ideale Umfeld, um unsere Marke und unsere sportlichen Modelle einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren."
Sympathieträger
Und Matthias Dolderer ist ein Sympathieträger, gilt als Kamerad. "Mit dem kann man echt Pferde stehlen gehen. Ein Supertyp", urteilt Hannes Arch über den Deutschen. Arch war vor zwei Jahren Weltmeister des Air Race. Der Österreicher liefert sich in diesem Jahr erneut heiße Kämpfe um den Titel. Wie Dolderer freut sich Hannes Arch auf das anstehende Rennen am Lausitzring. 

Ene tolle Marke
"Volkswagen ist eine tolle Marke und baut verdammt gute Autos", erklärt Matthias Dolderer. Er fährt einen Scirocco. Das passt gut, denn "Im Flugzeug sind wir schnell unterwegs und genau so auf der Straße mit dem Scirocco", sagt Dolderer. Natürlich möchte der Deutsche im August bei seinem Heimspiel gut abschneiden.
Air Race
Seit 2005 gibt es das Air Race. Volkswagen tritt auch hier als großer Sponsor auf. Und mit einem Blick in die Vergangenheit wird vielen Experten eines ganz klar sein: Solche exklusiven Flugzeugrennen hat es doch schon früher gegeben. 1913 nämlich wurde erstmals die Schneider Trophy ausgetragen. In jenen ersten Tagen der damals noch jungen Luftfahrtgeschichte flogen wagemutige Männer in fliegenden Kisten um die Wette. Es waren Wasserflugzeuge mit denen der jährliche "Coupe d'Aviation Maritime Jacques Schneider" genannte Wettbewerb an Orten wie Monaco, Venedig, Neapel und in den USA und Groß Britannien ausgetragen wurde. Zu den Siegern zählte unter Anderem auch James H. Doolittle, jener Flugpionier der durch den "Doolittle-Raid" im Zweiten Weltkrieg berühmt wurde.
Das letzte Rennen der Schneider Trophy startete im Jahr 1931. Und wie damals weht auch heute noch ein Hauch von Heldentaten in der Luft, wenn Dolderer und seine Kontrahenten in ihren Flugzeugen aufsteigen, um mit präzisen Flugmanövern um Ruhm und Ehre kämpfen. Also heißt es im August in der Lausitz wieder einmal: Gentlemen, starten sie ihre Motoren.
auto.de/(ampnet/tw)
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