06.07.2010 - 11:07
Je sonniger der Sommer, desto dreckiger die Autoscheibe. Insektenreste verkleben das Sichtfeld. Reifenabrieb, Ölpartikel, Bremsstaub und Dieselruß bilden zusätzlich eine hartnäckig haftende Schicht. Aber mit welchem Mittel kommt man dem Übel am besten bei?

Leistungsstarke Sommerscheibenreiniger im Wischwasserbehälter des Autos sind gefragt. Produkte, die im richtigen Mischungsverhältnis mit Wasser den typischen Schmutz der heißen Saison schnellstens lösen und mit möglichst wenigen Wischvorgängen wieder freie Sicht schaffen. Neun gängige Sommerscheibenreiniger hat die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung auf ihre Wirkung hin untersucht. Heraus kamen gravierende Unterschiede und die Erkenntnis: gute Reinigungsleistung muss nicht teuer sein.
Sieger nach Punkten wurde cw 1:100 von Dr. Wack, dicht gefolgt vom Sonax Xtreme Scheibenreiniger 1:100 Nano Pro und Aral Klare Sicht Sommer 1:100, allesamt Produkte, die im GTÜ-Test das Prädikat "sehr empfehlenswert" bekamen (Einzelergebnisse siehe Testtabelle).
Dass sehr gute Sommerscheibenreiniger nicht mal teuer sein müssen, beweisen die drei Testsieger. Bezogen auf ihren Preis pro Liter Fertigmischung lagen Aral, Sonax und Dr. Wack mit 26 bis 34 Cent im preisgünstigen Mittelfeld. Diese drei Produkte lieferten auf einem speziell dafür eingerichteten Prüfstand die beste Reinigungsleistung.
Als "empfehlenswert" wurden der Rangfolge nach Nigrin Scheibenklar 1:100 BioTec Super-Konzentrat, RS 1000 Klare Sicht 1:100 Konzentrat Windscreen Cleaner und Jet Scheibenklar Sommer Konzentrat 1:100 eingestuft.
Die Prüfer unterschieden bei dem Test zwischen Stadt und Land mit unterschiedlichen Schmutzarten. Bei Stadtfahrten dominieren Staub, Ruß und Partikel, bei Fahrten über Land die noch hartnäckigeren Insektenrückstände.

Die Tester bewerteten neben der Reinigungsleistung der Scheibenreiniger auch deren Anwendung und ihre Verträglichkeit mit Lack, Kunststoff, Hartwasser und Alkohol. Lackschäden richtete keines der getesteten Produkte an. Genauso erfreulich die Prüfung auf Alkoholstabilität. Hier kommt es darauf an, dass bei der in der Übergangszeit nahezu zwangsläufigen Vermischung zwischen Sommer- und alkoholhaltigem Winterscheibenreiniger im Waschwasserbehälter keine Feststoffe ausfallen, die zu Verstopfungen von Scheibenwaschdüsen oder Leitungen führen könnten.
Um die Vermeidung von Schäden geht es auch bei der Hartwasserstabilitätsprüfung. Die soll zeigen, ob Sommerscheibenreiniger in Verbindung mit sehr kalkhaltigem Wasser den Kalk lösen und so die Waschanlage außer Gefecht setzen können. Beim Hartwasser patzten im Test der Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation allerdings zwei nicht empfehlenswerte Anbieter. Sie fielen auch durch Probleme hinsichtlich ihrer Kunststoffverträglichkeit negativ auf, denn sie verursachten Risse auf Polycarbonat beziehungsweise Plexiglas. Materialien, die für Blinker und Scheinwerferabdeckungen üblich sind. Alle anderen Produkte erhielten bei den Verträglichkeitsprüfungen die volle Punktzahl.
auto.de/(auto-reporter.net/sr)
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