28.05.2010 - 08:05
Großserientauglichkeit
Auf Automessen zeigen die Hersteller zwar in jüngster Zeit vermehrt ihr Engagement in die Stromer, doch von einer Großserienreife kann in den meisten Fällen noch nicht die Rede sein. Lediglich in acht ausgewählten Modellregionen und mehr als 190 Einzelprojekten haben handverlesene „Kunden“ in Deutschland die Möglichkeit, 
Mobilität mit Strom zu testen. Dafür stehen rund 3.000 Elektroautos zur Verfügung. Wirklich kaufen kann Otto Normalverbraucher bislang nur Fahrzeuge von Kleinserienherstellern wie den rund 90.000 Euro teuren US-Sportwagen Tesla Roadster, den auf dem Fiat 500 basierenden und fast 50.000 Euro kostenden Karabag 500 oder so abenteuerliche Gefährte wie den einem Kabinenroller ähnlichen City-EL aus dem unterfränkischen Aub, der mit seinen 10.000 Euro auch alles andere als ein Schnäppchen ist.

Mobilität mit Strom zu testen. Dafür stehen rund 3.000 Elektroautos zur Verfügung. Wirklich kaufen kann Otto Normalverbraucher bislang nur Fahrzeuge von Kleinserienherstellern wie den rund 90.000 Euro teuren US-Sportwagen Tesla Roadster, den auf dem Fiat 500 basierenden und fast 50.000 Euro kostenden Karabag 500 oder so abenteuerliche Gefährte wie den einem Kabinenroller ähnlichen City-EL aus dem unterfränkischen Aub, der mit seinen 10.000 Euro auch alles andere als ein Schnäppchen ist.Start noch 2010
Der Startschuss für die „richtigen“ Stromer der Großserienhersteller soll noch in diesem Jahr erfolgen. Als Erster dürfte der kleine Mitsubishi mit dem etwas anrüchigen Namen i-MiEV (gesprochen: „Ei-Mief“) die Linie überqueren. Der knapp 3,40 Meter lange Viersitzer besitzt einen permanenten Magnet-Synchronantrieb, der 64 PS Leistung an die Hinterachse schickt. Erste Fahreindrücke sammelte auto.de mit einem noch aus der Vorserie stammenden Prototypen bereits vor zehn Monaten. Nach Mitsubishi-Berechnungen kosten 100 Kilometer mit dem Winzling bei der Nutzung von konventionellem Strom ungefähr 3,30 Euro, bei der Verwendung von „Kraftstoff“ aus einer Anlage mit erneuerbarer Energie sogar nur 1,38 Euro. Als der i-MiEV im letzten Jahr auf dem japanischen Markt erschien, kostete er 4.599 Millionen Yen (umgerechnet etwa 34.000 Euro). Allerdings schoss in Fernost Vater Staat eine gehörige Portion an Subventionen hinzu.
Zeitgleich mit dem Fernost-Zwerg will Mercedes eine Elektroversion
des als Kastenwagen und als Van mit bis zu neun Sitzplätzen erhältlichen Transporters Vito anbieten. Ebenfalls im Oktober ist eine Kleinserie von 500 Fahrzeugen der A-Klasse mit Elektroantrieb geplant. Noch vor dem Jahreswechsel stehen die weitgehend mit dem Mitsubishi i-MiEV baugleichen Brüder Citroën C Zero und Peugeot iOn in den Startlöchern.
des als Kastenwagen und als Van mit bis zu neun Sitzplätzen erhältlichen Transporters Vito anbieten. Ebenfalls im Oktober ist eine Kleinserie von 500 Fahrzeugen der A-Klasse mit Elektroantrieb geplant. Noch vor dem Jahreswechsel stehen die weitgehend mit dem Mitsubishi i-MiEV baugleichen Brüder Citroën C Zero und Peugeot iOn in den Startlöchern.Stromer-Jahr 2011
Neben einigen Kleinserienherstellern wollen mehrere der etablierten Marken im nächsten Jahr auf dem Elektrosektor tätig werden. Der Ford Transit EV ist da ebenso angekündigt wie der Nissan Leaf, der Ende 2011 mit 109 PS Leistung unter der Haube antreten soll. Von Renault sind mit den Z. E.-Modellen von Kangoo, Fluence und Twizy gleich mehrere Fahrzeuge im Gespräch.
In die Schublade der Elektroautos wird auch der Opel Ampera gesteckt, der Ende nächsten Jahres serienreif
sein soll und baugleich mit dem Chevrolet Volt ist. Der 150 PS starke Stromer verspricht eine Beschleunigung von Null bis Tempo 100 in neun Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 161 Stundenkilometern. Allerdings reicht der Stromvorrat nur vergleichsweise geringe 60 Kilometer, ehe der Ampera für mindestens drei Stunden an die Steckdose muss. Immerhin hat der 4,44 Meter lange Opel einen herkömmlichen Benzinmotor als Reichweitenverlängerer mit an Bord. Dieses Aggregat, bei dem es sich um einen 70 PS starken 1,4-Liter-Benziner aus dem Corsa handelt, geht automatisch in Betrieb, sobald die Batteriekapazität aufgebraucht ist. Damit kann der auf der technischen Plattform des Astra basierende Ampera dann noch weitere 440 Kilometer weit fahren.
sein soll und baugleich mit dem Chevrolet Volt ist. Der 150 PS starke Stromer verspricht eine Beschleunigung von Null bis Tempo 100 in neun Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 161 Stundenkilometern. Allerdings reicht der Stromvorrat nur vergleichsweise geringe 60 Kilometer, ehe der Ampera für mindestens drei Stunden an die Steckdose muss. Immerhin hat der 4,44 Meter lange Opel einen herkömmlichen Benzinmotor als Reichweitenverlängerer mit an Bord. Dieses Aggregat, bei dem es sich um einen 70 PS starken 1,4-Liter-Benziner aus dem Corsa handelt, geht automatisch in Betrieb, sobald die Batteriekapazität aufgebraucht ist. Damit kann der auf der technischen Plattform des Astra basierende Ampera dann noch weitere 440 Kilometer weit fahren.Weiter auf Seite 2: Video - Opel Ampera; Die ferne Zukunft; Grundprobleme; Überlegungen; Fazit
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