20.04.2010 - 14:04
Können Sie sich noch vorstellen, dass es zu Beginn möglicherweise französische Sorgen und Ängste gab, das Dacia-Billigimage könnte negativ auch auf die Marke Renault abstrahlen?
Nadine Meier
: Ja – und sicher nicht nur in Frankreich. Es gab auch in Deutschland Stimmen, die vor einer solchen
Entwicklung gewarnt haben. Glücklicherweise ist dieser Fall aber nie eingetreten. Renault und Dacia besetzen ganz unterschiedliche Werte und wenden sich an ganz unterschiedliche Kunden.Was macht die Bedeutung von Dacia für Renault aus?
Nadine Meier: Mit Dacia erreichen wir Kunden, die wir mit Renault teilweise noch nicht bedienen konnten – oder bestenfalls mit einem Gebrauchtwagen. Darüber hinaus ist die Dacia Produktpalette profitabel. Beides ist gut für Renault.
Und für den Automobilmarkt generell?
Nadine Meier: Dacia hat bewiesen, dass es einen Markt für Fahrzeuge gibt, die Neuwagenqualität und entsprechende Garantien zu günstigen Preisen bieten. Das ist eine wichtige Erkenntnis. Autos – auch neue Autos – müssen bezahlbar bleiben.
Was für Modelle fehlen im Moment noch im Portfolio? Kommt der Van?
Nadine Meier: Im Grunde ist unsere Modellpalette momentan komplett. Aber wir machen uns natürlich immer Gedanken, wie man ein gutes Konzept weiterentwickeln kann. Deswegen gibt es beispielsweise auch
Diskussionen bezüglich eines Vans. Ob er tatsächlich kommt oder nicht, haben wir aber noch nicht entschieden. Falls wir ihn auf den Markt bringen sollten, wird das sicher nicht mehr in diesem Jahr der Fall sein.
Diskussionen bezüglich eines Vans. Ob er tatsächlich kommt oder nicht, haben wir aber noch nicht entschieden. Falls wir ihn auf den Markt bringen sollten, wird das sicher nicht mehr in diesem Jahr der Fall sein.Wird es bei der klaren Volumenausrichtung bleiben - oder sind Nischenprodukte wie ein Cabrio von Dacia total unrealistisch?
Nadine Meier: Wir bleiben bei der Volumenstrategie, um weiterhin so günstig bleiben zu können. Damit ist auch ein Cabrio von Dacia eher unrealistisch.
Was ist bei Dacia noch alles möglich?
Nadine Meier: Zunächst einmal wollen wir den Duster erfolgreich auf den deutschen Markt bringen und unsere gute Position mit unserer bestehenden Produktpalette behaupten. Wenn wir das schaffen – und so sieht es aus – sind der Marke langfristig keine Grenzen gesetzt.
auto.de/Günther Koch/KoCom/Fotos: Koch/Dacia
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