29.03.2010 - 11:03
Dacia Stepway 1.6 MPI
Der Testwagen, der es auf unsere Verführung anlegte, war ein Dacia Stepway 1.6 MPI, ein Benziner also (64 kW/87 PS). Zur Wahl steht auch ein Dieseltriebwerk (1.5 dCi , 50 kW/68 PS, ab 11.290 Euro). Die typbetonte Serienausstattung umfasst 16-Zoll-Leichtetallräder, Metallic-Lackierung, dazu die in Matt-Chrom gehaltene Dachreling plus eine ebensolche Front- und Heckschürze. Dazu kommen Nebelscheinwerfer und eine asymmetrisch geteilte,
umklappbare Rücksitzlehne. Preisaufschlag kosten das optional erhältliche Radio mit RDS und abnehmbarem Bedienteil (460 Euro), funkgesteuerte elektrische Fensterheber vorn plus Zentralverriegelung (300 Euro) oder das Klang&Klima-Paket (Klimaanlage plus CD-Radio) für 850 Euro.
umklappbare Rücksitzlehne. Preisaufschlag kosten das optional erhältliche Radio mit RDS und abnehmbarem Bedienteil (460 Euro), funkgesteuerte elektrische Fensterheber vorn plus Zentralverriegelung (300 Euro) oder das Klang&Klima-Paket (Klimaanlage plus CD-Radio) für 850 Euro.Crossover-Make-up
Die Bodenfreiheit des Stepway übertrifft die der Sandero-Limousine um 20 Millimeter. Das ist nicht viel, macht aber vielleicht doch eher Mut, auch einmal runter von der Straße zu lenken, zumal Seitenschweller und Radlaufschutz vermuten lassen, dass der Fronttriebler nicht zimperlich ist. Konkurrieren will der Stepway mit dem allradgetriebenen Geländegänger Dacia Duster nicht, der auf dem Genfer Salon Premiere hatte (Dacia Nummer Sieben!). Einen Sandero Stepway hebt lediglich sein Crossover-Make-up aus der Schar braver Kompakt-Limousinen heraus. Es ist sein kesser Auftritt, der den Reiz eines Stepway ausmacht. Die Versuchung, mit ihm tatsächlich ein bisschen Abenteuer neben der Straße zu suchen, wird sich vermutlich selten einstellen.
Geräumigkeit
Einsteigenden imponiert die Geräumigkeit des Gehäuses, nicht allerdings die akustische Resonanz beim Schließen der Türen und
der Heckklappe. Der Vorgang erinnert nachhaltig daran, dass eine Autokarosserie vor allem aus Blech besteht. Das gut vier Meter lange Auto beschert auch kräftiger proportionierten Erwachsenen kein Gefühl der Enge. Selbst Fondpassagiere, deren Größe sich dem Gardemaß nähert, müssen keinen Dachkontakt befürchten. Der Fahrersitz lässt sich längs verschieben, leider aber nicht absenken. Deshalb wünschten sich sehr groß gewachsene Fahrer beim Blick durch die Frontscheibe ein nach oben erweitertes Wischerfeld. Erreichen ließe sich das mit etwas längeren Wischerblättern.
der Heckklappe. Der Vorgang erinnert nachhaltig daran, dass eine Autokarosserie vor allem aus Blech besteht. Das gut vier Meter lange Auto beschert auch kräftiger proportionierten Erwachsenen kein Gefühl der Enge. Selbst Fondpassagiere, deren Größe sich dem Gardemaß nähert, müssen keinen Dachkontakt befürchten. Der Fahrersitz lässt sich längs verschieben, leider aber nicht absenken. Deshalb wünschten sich sehr groß gewachsene Fahrer beim Blick durch die Frontscheibe ein nach oben erweitertes Wischerfeld. Erreichen ließe sich das mit etwas längeren Wischerblättern.Praktisch und preiswert
Das Cockpit haben Materialien aus dem Plastefundus der Designer voll im Griff. Die Lösung ist praktisch, preiswert, aber nicht faszinierend. Der Lenkradkranz geriet wenig griffig, irgendwie zu glatt. Unverständlich schmucklos präsentiert sich die Lenkradnabe mit der billig wirkenden Einfassung des Marken-Logos. Auch "DACIA" in Plaste! Warum so spartanisch? Wenigsten wird das Markenzeichen an Front- und Heck zum Hingucker.
Das gellende Tüüüt
Der Hupenkontakt sitzt nicht in Lenkradmitte. Das gellende Tüüüt, das bei axialem Druck auf den Blinkerhebel ertönt (eine inzwischen eher seltenere Renault-Lösung), lässt vermutlich auch die Insassen zusammenzucken. Sie 
müssen die schrille Schallquelle unmittelbar am Ohr vermuten.

müssen die schrille Schallquelle unmittelbar am Ohr vermuten.Besondere Prägung
Die blasse visuelle Blinkerkontrolle ist nur etwas für Tage mit bedecktem Himmel. Im Sonnenlicht geht sie unter. Dafür hat der gedämpfte Blinker-Piepton seine besondere Prägung, erinnert er doch an die akustischen Signale von Apparaten zur Überwachung lebenswichtiger Funktionen, wie sie in Intensivstationen zum Einsatz kommen. Solche gedankliche Parallele fördert durchaus die Aufmerksamkeit.
Flott und leichfüßig
Überraschend flott und leichfüßig nahm unser Testwagen Fahrt auf. 87 PS und 128 Newtonmeter Drehmoment sind nicht der Hammer, aber die Parameter erweisen sich als angemessene Motorisierung für das Konzept des Sandero Stepway, der ja nicht als Aufreißertyp auf die Welt kam. In 12,4 Sekunden, verspricht Dacia, kann Tempo 100 erreicht werden. Ab 120 km/h geht es gelassener zu. Wer sich auf den langen Weg zur erreichbaren Höchstgeschwindigkeit begibt (etwa160 km/h), wird daran erinnert, dass der Vierzylinder kein kraftstrotzender Ausbund ist. Erreichte Drehzahlen zwischen 3.600 und 4.500 im 5.Gang (130–160 km/h) gehen nicht ohne Dröhngeräusch ab, das sich hörbar unter der Haube aufbaut und schließlich bis in den Innenraum vordringt. Vermutlich ginge es ruhiger zu, würde eine größere und dickere Dämmmatte auf der Motorseite der Trennwand verwendet. Man kann auch an falscher Stelle sparen.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ein Gangwechsel, der nur so 'flutscht'; Fahrwerk; Grund zum Lachen; techn. Daten & Preis
Ihnen gefällt der Artikel Fahrbericht Dacia Sandero 1.6 MPI Stepway: Der Preisbrecher? Dann bookmarken Sie diese URL: http://de.auto.de/magazin/showArticle/article/36085/Fahrbericht-Dacia-Sandero-1-6-MPI-Stepway-Der-Preisbrecher
Diesen Artikel verlinken:
» alle Bilder ansehen Fotostrecke zum Artikel – 7 Bilder
Renault
-
Dacia
-
Sandero
-
Dacia Sandero
-
Dacia Duster
-
Autokarosserie
-
Benziner
-
Cockpit
-
Einfassung
-
Heck
-
Insassen
-
Intensivstationen
-
Karriere
-
Klang&Klima-Paket
-
Make-up
-
MPI
-
Mutter
-
Dacia Sandero Stepway
-
Jetzt Artikel kommentieren.
Weitere Diskussionen im Forum zu Fahrbericht Dacia Sandero 1.6 MPI Stepway: Der Preisbrecher
» zu Ihrer persönlichen Seite








Auto-Fan zum Thema RE: Studie: Große...
meines Erachtens auch etwas irrsinniger Artikel. wieso ist denn der Führerschein in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt teilweise so... » mehr
Auto-Fan zum Thema Fahrbericht Yamaha...
Yamaha muus in der näöchsten Generation der YZF-R1 noch etwa 15 kg abspecken und etwa 15 kW in der Spitzenleistung zulegen, um den... » mehr
turbolos zum Thema Carsharing: 100...
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht den Hype um den Twizy. Klar, konsequent auf Sparsamkeit optimiert, und günstig in der Anschaffung,... » mehr
turbolos zum Thema Toyota: Vier...
Während andere Hersteller geschlafen haben, hat Toyota die Technologie gepusht. Dafür haben sie jetzt schöne Absatzzahlen vorzuzeigen.... » mehr
turbolos zum Thema Fahren mit Gas:...
Sehr gutes Fazit. Beide Arten rechnen sich, auch bei CNG wird sich das mit den wenigen Tankstellen in ein paar Jahren erledigt haben.... » mehr