Auto des Tages

Der Name ist Programm: Mercedes stellt neues Forschungsfahrzeug F800 Style vor

Kein Kohlendioxid-Ausstoß mehr

In nur elf Sekunden soll der Brennstoffzellen-F800 Tempo 100 erreichen. In der Spitze ist er 180 Stundenkilometer schnell. Für den (Wasserstoff-)Verbrauch sind pro 100 Kilometer 0,9 Liter angegeben, für den gesamten Kohlendioxid-Ausstoß 0,0. Es gibt ihn in diesem Fall nicht.

Mit Schwenkschiebetüren hinten

Der Forschungswagen kommt mit Schwenkschiebtüren zum bequemeren Ein- und Ausstieg hinten daher. Er hat eine Elektronik an Bord, die den Fahrer bei Staus noch mehr entlasten soll. Eine spezielle Elekronik verbessert den Schutz bei Heckunfällen durch eine 360-Grad-Beobachtung des Fahrzeugumfelds.

Weiter vereinfachte Bedienung

Das Bedien- und Anzeigenkonzept ist vorrangig zum ersten Mal auf elektrisches Fahren ausgelegt. "Range on Mercedes F800 Style: Blick in den Innenraum. map" (für "Reichweite auf Karte") haben die Schwaben eine Funktion genannt, die die verfügbare Reichweite im Elektromodus als 360-Grad-Ansicht auf einer Landkarte anzeigt. "Das System nutzt dazu auch Daten der Navigation", erläutert Kohler, mit denen der Fahrer in Sachen elektrischer Reichweite dann buchstäblich "immer im Bilde" sei. Und schließlich: Die Daimler-Forscher und Entwickler haben sich bemüht, die Bedienung weiter zu vereinfachen. Über eine berührungsempfindliche Touchpad-Fläche sind verschiedene Funktionen von der Klimatisierung bis hin zum Internet noch leichter steuerbar. Der Clou dabei: Das Touchpad kann mit mehreren Fingern gleichzeitig bedient werden und gibt - ähnlich einer Notebook-Tastatur - eine haptische Rückmeldung.

Griff in die Trickkiste

Für die aus Kohlers Sicht "spannendste" Neuerung hätten die Spezialisten besonders tief in ihre Trickkiste gegriffen: Während der Bedienung kann der Fahrer nämlich seine Hand auf dem Display sehen. Eine Kamera in der Mittelkonsole nimmt die Livebilder auf. "Der Fahrer sieht seine Hand dabei allerdings nicht als Realbild, sondern als transparente Kontur", nennt Kohler auch diesen Vorteil gegenüber herkömmlichen Systemen dieser Art: "Es gibt keine störenden Fingerabdrücke auf der Oberfläche des Bildschirms mehr."

Zweite Rolle als Design-Statement

Beim F800 Style ist der Name auch noch in einer anderen Hinsicht Programm. "Für seine zweite Rolle als Design-Statement haben wir ihm eine athletische und zugleich sehr sinnliche Gestalt gegeben", sieht Gorden Wagener Mercedes F800 Style: Eco-Anzeige. die Mercedes-Formensprache "ganz im Sinne der markentypisch kultivierten Sportlichkeit" und eines "kraftvoll-eleganten Auftritts" neu interpretiert. Mit langem Radstand, kurzen Überhängen der Karosserie (wie man sie vor allem vom Konkurrenten BMW kennt) und einer fließenden, coupéhaften Dachlinie. Der Kühlergrill mit dem diesmal mächtigen Stern der Marke ist aus den sportlichen Modelle weiterentwickelt. Die großen Lufteinlassöffnungen und die modernen LED-Leuchteinheiten geben dem F800 aus Sicht von Daimlers Design-Professor eine "hochdynamische Note, ohne aggressiv zu wirken".

Edle Oberflächen, harmonische Farben

Unter dem lichtdurchlässigen Dach waren Wagener und sein Team um helle und freundliche Atmosphäre bemüht. Sie verwenden edle Oberflächen aus Holz, lassen Farben harmonisch von hell nach dunkel verlaufen. Das Kombi-Instrument spiegelt dem Fahrer alle wichtigen Informationen übersichtlich auf ein Display ein. Die Sitze bestehen aus einer Magnesiumschale und einer Rückenlehne aus Kohlefaser-Laminat. Mit einem besonderen 3D-Verfahren zur Flächenbeschichtung sind auch die Holzteile der Mittelkonsole, an den Türen sowie am einteiligen, organisch geschwungen Cockpit aufgebaut, das vor allem den Beifahrer mit viel Beinfreiheit überrascht. Wow!

auto.de/Günther Koch/KoCom

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