18.02.2010 - 11:02
Alternative Antriebe
Während das Elektroauto bei deutschen Herstellern noch Zukunftsmusik ist, nehmen die Hybridmodelle Fahrt auf. Allerdings bislang nur in den oberen Fahrzeugklassen, wo die Kombination von Elektromotor und Benziner das Image durstiger Limousinen und Geländewagen aufpolieren soll. In Genf zeigen sich unter anderem die Geländewagen-Schwestermodelle VW Touareg und Porsche Cayenne mit dem prestigeträchtigen Öko-Antrieb. Und auch BMW 5er und Mercedes-Benz E-Klasse fahren als Hybridautos vor. Selbst im Rennwagen Porsche GT3RS R findet sich ein Elektromotor, der am Kurvenausgang für ein paar Extra-PS und bessere Beschleunigung sorgen soll. Gespeist wird er jedoch nicht wie üblich von einem Akku, sondern von einem mechanischen Schwungrad.
Neue Zielgruppen
Machen die Deutschen ihre ersten Hybridschritte, wollen die Japaner bereits neue Zielgruppen für die Öko-Technik erschließen. Für Kunden, denen der tropfenförmige Prius zu exotisch ist, hat Toyota seinem kompakten Brot-und-Butter-Auto Auris einen Hybridantrieb verpasst. Einen ähnlichen Weg geht Schwestermarke Lexus mit seinem ersten kompakten Hybridmodell,
das ebenfalls dem europäischen Design-Geschmack entspricht. Sparen und Spaß vereinen soll das dynamische Doppelmotor-Coupé Honda CR-Z.
das ebenfalls dem europäischen Design-Geschmack entspricht. Sparen und Spaß vereinen soll das dynamische Doppelmotor-Coupé Honda CR-Z.Kleinwagen-Stars
Dass der Weg zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch nicht nur über neue Motorentechnologie führt, zeigt einer der größten Stars des Genfer Salons: der Audi A1. Der Kleinwagen will die innenstadttaugliche Alternative zur großen Prestige-Limousine sein und soll mit Premium-Flair vor allem Mittelklasse-Fahrer zum Umsteigen bewegen. Experimentierfreudige Naturen will Nissan mit zwei Cityflitzern locken: Der Juke ist ein Crossover-Kleinwagen in der Optik eines Strandbuggys, der Micra-Nachfolger setzt hingegen auf sportliche Formen.
Familienmodelle
Aber auch Familien werden bei den Messeneuheiten fündig. Der Mini-Van Opel Meriva wirbt mit gegenläufig öffnenden Türen und besonders flexibler Raumaufteilung, der VW Sharan hat mit drei Sitzreihen die bis zu siebenköpfige Großfamilie im Blick und Mazda zeigt die nächste Generation seines Schiebetür-Vans Mazda5. Außerdem gibt es mit dem Kia Sportage und dem Mitsubishi ASX auch wieder neue kompakte SUV zu bestaunen. Wer es etwas klassischer mag, kann einen ersten Blick auf den neuen Ford Focus werfen, der rund ein Jahr vor Markteinführung sein Europadebüt feiert.
Frische Cabrios
Dass es sich beim Automobilsalon um eine Frühjahrsmesse handelt, zeigen die neuen Cabriomodelle. Mercedes öffnet das Dach der E-Klasse und sorgt mit zahlreichen Komfortextras für ganzjähriges Wohlbefinden. Renault verpasst zum
einen dem Twingo ein Klappdach und nennt den so entstandenen Roadster "Wind", zum anderen feiert das neue Megane Coupé-Cabrio mit einem vollverglasten Klappdach Premiere.
einen dem Twingo ein Klappdach und nennt den so entstandenen Roadster "Wind", zum anderen feiert das neue Megane Coupé-Cabrio mit einem vollverglasten Klappdach Premiere.Konzeptautos
Bei den traditionell zahlreichen Konzeptautos gehört in diesem Jahr der Peugeot SR1 zu den Stars. Der schnittige Sportwagen soll die neue Designlinie der Franzosen zeigen und braucht sich vor den Traumautos von Aston Martin oder Ferrari nicht zu verstecken. Eine neue Vision der automobilen Zukunft bietet hingegen Rinspeed mit der Elektro-Stadtflitzer-Studie UC?; der emissionsfrei fahrende Winzling soll lange Strecken im maßgeschneiderten Eisenbahnabteil mit bordeigener Tankstelle zurücklegen können.
Messedaten
Der 80. Genfer Automobilsalon öffnet von 4. bis 14. März 2010 seine Tore. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 14 CHF, umgerechnet rund 9,50 Euro. Kinder zwischen sechs Jahren und 16 Jahren zahlen 8 CHF, rund 5,50 Euro. Bei Gruppen ab 20 Personen werden pro Person 6,10 Euro fällig. Informationen zu Anreise und Unterkünften finden sich unter www.salon-auto.ch.
auto.de/(hh/mid)
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