26.01.2010 - 11:01
"Kleinwagen"
- das hatte früher etwas von simpler Billigware. Heute ist das anders, Kleinwagen sind längst salonfähig. Aber eines ist geblieben: Nicht nur die Autos sind klein.
Viele Käufer wollen oder können sich nur das Einstiegsmodell leisten. Beim VW Polo ist das die Ausstattungsstufe "Trendline", beim Ford Fiesta der "Trend". Auch bei der Motorisierung wird oft auf Sparflamme gefahren.
Viele Käufer wollen oder können sich nur das Einstiegsmodell leisten. Beim VW Polo ist das die Ausstattungsstufe "Trendline", beim Ford Fiesta der "Trend". Auch bei der Motorisierung wird oft auf Sparflamme gefahren.Motorisierung
In diesem Vergleich tritt der Polo mit der etwas stärkeren Dreizylinder-Motorisierung an, die 51 kW/70 PS aus 1,2 Liter Hubraum leistet. Der Vierzylinder im Fiesta bringt 60 kW/82 PS aus 1,25 Liter Hubraum auf die Kurbelwelle. Beim maximalen Drehmoment herrscht fast Gleichstand: 112 Nm bei 3 000 Touren sind es beim Polo 1.2, der Fiesta wartet mit 114 Newtonmeter bei einer spürbar höheren Drehzahl von 4 200 U/min auf.
Zunächst das Gute: Im Stadtverkehr sind die beiden Kontrahenten quicklebendig und es fehlt ihnen eigentlich an nichts. Wer aber direkt vom Polo in den Fiesta 1.25 steigt, merkt dem Ford-Vierzylinder eine gewisse Geschmeidigkeit an. Obwohl der VW-Dreizylinder im neuen Polo kultivierter läuft, bleibt die ungerade Zylinderzahl nicht ganz ohne Auswirkungen auf Akustik und Vibration. Die Elastizitätsprüfungen von 60 auf 100 km/h absolviert der Ford-Motor etwas besser und auch an Steigungen zieht der Fiesta 1.25 geringfügig besser durch.

Verbrauch
Schon beim Verbrauch dreht sich das Blatt: Hier kann der Polo einen Vorsprung erringen, weil er sich mit durchschnittlich 6,1 Liter auf 100 Kilometer begnügt, während es beim Fiesta 6,5 Liter sind. Beide lassen sich im übrigen bei zurückhaltender Fahrweise mit knapp fünf Liter auf der Distanz bewegen. Der etwas größere Tank verhilft dem Polo zu einer etwas größeren Reichweite.
Fahreigenschaften
Klein sind die Unterschiede der zwei Fronttriebler auch bei den Fahreigenschaften. Der VW Polo ist agil genug für die heute üblichen Ansprüche und lässt sich vor allem leicht beherrschen. Die knapp 1 100 Kilogramm Leergewicht merkt man
ihm genauso wenig an wie dem Ford Fiesta. Dieser ist allerdings eine Spur spontaner und zackiger in winkligen Kurven. Letztlich verhindert der serienmäßige Schleuderschutz ESP bei beiden Fahrzeugen ein Zuviel an Spontanität.
ihm genauso wenig an wie dem Ford Fiesta. Dieser ist allerdings eine Spur spontaner und zackiger in winkligen Kurven. Letztlich verhindert der serienmäßige Schleuderschutz ESP bei beiden Fahrzeugen ein Zuviel an Spontanität.Fahrkomfort
Mit beiden Fahrzeugen kann man auf Reisen gehen. Den besten Fahrkomfort bietet der Polo, der praktisch keine Schwächen aufweist. Der Fiesta mag, speziell in beladenem Zustand, lange Bodenwellen nicht. Da neigt er zu stärkeren Vertikalbewegungen. Gut gemacht im Polo: der Sitzkomfort und die weite Sitzverstellung in Längsrichtung. Die Sitze im Fiesta sind gut konturiert und sportlich tief; hinten schränkt das coupéartige Dach das Raumgefühl und die Übersichtlichkeit ein. Selbst bei den Einstiegsversionen gibt es keine Klagen über die Verarbeitung.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Mittelkonsole und Ausstattung; Design; Fazit; techn. Daten & Preise
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