11.01.2010 - 19:01
Die Joystick-Steuerung ist ein Produkt der Elektrifizierung der Lenkung. Als die Stellung der Vorderräder noch mit großem Kraftaufwand über ein mechanisches Gestänge geändert werden musste, war das Rad die ergonomisch
und physikalisch beste Lösung. Heute jedoch übernehmen immer mehr die Elektromotoren der Servolenkung die eigentliche Arbeit. Ein großes Lenkrad mit Hebelwirkung ist eigentlich nicht mehr nötig.
und physikalisch beste Lösung. Heute jedoch übernehmen immer mehr die Elektromotoren der Servolenkung die eigentliche Arbeit. Ein großes Lenkrad mit Hebelwirkung ist eigentlich nicht mehr nötig.Dass man es doch dabei belässt, hat mehrere Gründe. Zum einen kann ein Joystick nach Ansicht der Experten des Zulieferers ZF Lenksysteme nur schlecht Rückmeldung über den Straßenzustand geben. Während man im Lenkrad einen rutschigen Untergrund in den Händen spüren kann, ist das laut der Techniker bei einem Steuerhebel nur schwer machbar. Außerdem könne man sich an einem Joystick nicht festhalten, weder in Kurven, noch beim Ein- oder Aussteigen. Hinzu kommt ein rechtliches Problem. Denn der Gesetzgeber verlangt aus Sicherheitsgründen zurzeit eine mechanische Verbindung von Steuer und Achse. Denn wenn die Bordelektronik ausfällt, wäre das Fahrzeug ohne eine mechanische Not-Sicherung unlenkbar.
Alternativ könnte man die elektronischen Komponenten der Lenkung doppelt auslegen; dadurch würden aber Gewichts- und Kostenvorteile minimiert. Die sogenannte "Steer-by-Wire"-Technik (heißt so viel wie "Steuern über
den Draht", also ohne mechanische Verbindung) ist daher noch Zukunftsmusik. Sinnvoll einsetzbar wäre sie nach Ansicht von ZF Lenksysteme erst bei neuartigen Fahrzeugkonzepten. So etwa bei Elektroautos mit Radnabenmotoren, wo die konventionelle Lenkmechanik nicht mehr ohne weiteres passen würde. Oder bei Fahrzeugen mit drehbarem Fahrersitz. Auch davon gibt es bereits eine Studie: den Nissan Pivo. Der Kleinstwagen mit der drehbaren Passagierkuppel für leichteres Rangieren in winzigen Parklücken wird allerdings noch konventionell per Lenkrad gesteuert.
den Draht", also ohne mechanische Verbindung) ist daher noch Zukunftsmusik. Sinnvoll einsetzbar wäre sie nach Ansicht von ZF Lenksysteme erst bei neuartigen Fahrzeugkonzepten. So etwa bei Elektroautos mit Radnabenmotoren, wo die konventionelle Lenkmechanik nicht mehr ohne weiteres passen würde. Oder bei Fahrzeugen mit drehbarem Fahrersitz. Auch davon gibt es bereits eine Studie: den Nissan Pivo. Der Kleinstwagen mit der drehbaren Passagierkuppel für leichteres Rangieren in winzigen Parklücken wird allerdings noch konventionell per Lenkrad gesteuert.auto.de/(hh/mid)
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