23.12.2009 - 10:12
Die typischen Roadster-Züge
Endlich wurde auch das Stoffverdeck durch ein ganzjahrestaugliches Metalldach ausgetauscht - was für Puristen und Liebhabern ursprünglicher Roadsterkultur natürlich ein Frevel ist, auch wenn die typischen Roadster-Züge mit extralanger Motorhaube, langem Radstand,
kleinem Stummelheck und kurzen Überhängen erhalten geblieben sind. Was für die einen der Niedergang der Wahrhaftigkeit darstellt, ist für die anderen eine Freude.
kleinem Stummelheck und kurzen Überhängen erhalten geblieben sind. Was für die einen der Niedergang der Wahrhaftigkeit darstellt, ist für die anderen eine Freude.Preisveränderung
Vereint werden die beiden gegensätzlichen Gruppen vermutlich durch den Preis, der sich mit dem Fahrzeug ordentlich verändert hat und schlucken lässt: Kostete der alte Z4 Roadster in der Basisversion mit den 110 kW/150 PS starken 2,0-Liter-Motor im Jahre 2008 noch 29 900 Euro, verlangen die Bajuwaren nun mindestens 36 200 Euro. Auch wenn dafür der 2,5-Liter-Benziner mit 150 kW/204 PS Leistung für den Vortrieb sorgt, erklärt dies noch nicht den Preisunterschied von 6 300 Euro. Wer sich für die gefahrene Version, dem sDrive 35i mit dem 225 kW/306 PS starken Sechszylindermotor entscheidet, muss gar 47 750 Euro berappen.

Die feinen Unterschiede
Gut, im Mehrpreis ist auch das Metalldach enthalten, das besser als die bisherige Stoffmütze isoliert und dabei anscheinend fein unterscheiden kann: Kälte und Lärm bleiben überwiegend draußen, aber der kernige Motorsound dringt angenehm vernehmbar in den Innenraum. Zudem ist durch die Wölbung des Daches die Kopffreiheit gewachsen, was Insassen über 1,80 Meter Körperlänge entgegen kommt. Für Menschen über 1,85 Meter wird es allerdings schon wieder eng in den Sportsitzen, die ansonsten souveränen Halt bei der Kurvenhatz bieten.
Der aufgewertete Innenraum
Dem hohen Preis geschuldet ist wohl auch der aufgewertete Innenraum. Alles wirkt ein Stück hochwertiger, ein Plus an Ablagefächern sorgt für mehr Alltagskomfort. So finden nun Jacken und Handtaschen Platz in der hinter den Sitzen durchgängigen Ablage.
Dass der Z4 nicht mehr auf puristischen Pfaden wandelt, zeigt auch das optional erstmals im Roadster erhältliche Bediensystem iDrive, mit dem über den Dreh- und Drückknopf in der Mittelkonsole Radio, Navi und Klimaanlage bedient werden können.
Dass der Z4 nicht mehr auf puristischen Pfaden wandelt, zeigt auch das optional erstmals im Roadster erhältliche Bediensystem iDrive, mit dem über den Dreh- und Drückknopf in der Mittelkonsole Radio, Navi und Klimaanlage bedient werden können.Eine spritzige Tour ins Grüne
Komfort bietet auch das vollautomatische zweigeteilte Dach, das binnen 20 Sekunden im Kofferraum verschwindet und so für Cabrio-Feeling sorgt. Zwar schrumpft das Kofferraumvolumen dadurch von 310 auf 180 Liter, doch ein kleiner Koffer passt immer noch hinein. So gerüstet steht einer spritzigen Tour ins Grüne nichts mehr im Wege. Das agile Fahrverhalten und die niedrige Sitzposition des Vorgängers zählen auch jetzt zu den grundlegenden Eigenschaften des Z4. Immer noch sorgen der tiefe Schwerpunkt und der lange Radstand für Bodenhaftung in jeder Kurvenlage. Bei offenem Verdeck zupft der Fahrtwind das ein oder andere Mal an den Haaren, doch das stört aufgrund des großen Fahrspaßes kaum.
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