Fahrbericht Nissan Pixo: Günstiger, aber nicht billiger Stadtflitzer

Der Preis ist eine klare Kampfansage an die Konkurrenz: Mit 7 990 Euro gehört der Nissan Pixo zu den günstigsten unter den preiswerten Autos. Doch der 3,57 Meter kurze Stadtflitzer zeigt, dass günstig nicht gleich billig sein muss. Angetrieben von einem 50 kW/69 PS starken Benziner steht der Kleinstwagen nun beim deutschen Händler.

Breit lächelnd

Das typische Nissan-Gesicht ziert die Front des in Indien gebauten Cityflitzers. Breit lächelnd strahlt dem Betrachter der doppelte Kühlergrill entgegen, eingerahmt wird er von den "Kulleraugen"-Scheinwerfern. Fahrbericht Nissan Pixo: Günstiger, aber nicht billiger Stadtflitzer Insgesamt ist die kompakte Karosserie rundlich gehalten. Am Heck fallen die vorgewölbten Rückleuchten ins Auge.

Einmal Platz genommen

Über vier weit öffnende Türen gelangen die Passagiere in den recht solide wirkenden Innenraum. Der tiefliegende, wenig konturierte Fahrersitz ist mit seiner zur Front hin emporragenden Sitzfläche gewöhnungsbedürftig und nicht für lange Fahrtstrecken gemacht. Einmal Platz genommen hat der Fahrer eine gute Übersicht auf das große Tachometer und die darunter befindliche digitale Kilometer- und Tankstandanzeige. Die in der Mittelkonsole angebrachte, optionale Klimaanlage lässt sich intuitiv bedienen. Preis und Fahrzeugklasse entsprechend hinterlassen die Materialien und die Verarbeitung insgesamt einen ordentlichen Eindruck.

Platzangebot

Die über die beiden Fondtüren erreichbare zweisitzige Rückbank eignet sich optimal für Kinder, durch die serienmäßigen Isofix-Befestigungen wird auch der Kindersitz sicher festgemacht. Für Erwachsene ist der Platz jedoch zu gering, Knie und Kopf stoßen an die Vordersitze beziehungsweise das Dach. Der Kofferraum bietet standardmäßig Platz für 129 Liter Volumen. Die alltäglichen Einkäufe einer Familie bekommt man verstaut, zwei Getränkekästen passen gerade so hinein. Mit Umklappen der Fondsitze steigt das Ladevolumen auf 367 Liter, bei dachhoher Beladung gar auf 774 Liter.Fahrbericht Nissan Pixo: Günstiger, aber nicht billiger Stadtflitzer Für die Urlaubsfahrt zu zweit reicht der Platz dann allemal aus, auf weitere Mitfahrer muss aber verzichtet werden. Erschwert wird das Beladen durch die mit Hutablage recht kleine Öffnung, auch eine Ladekante von rund 82 Zentimetern ist nicht förderlich.

Flott unterwegs

Den Antrieb besorgt ein sparsamer 1,0-Liter-Benzinmotor, der 50 kW/68 PS leistet. Im Stadtverkehr ist man damit flott unterwegs. In Kombination mit der Vierstufen-Automatik bleibt beim Spurt von der Ampel so manch anderes Fahrzeug stehen, beim Überholvorgang auf der Autobahn wird es dagegen zäh. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 17 Sekunden, bei Tempo 150 ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Wegen des fehlenden fünften Ganges wird die hohe Drehzahl mit lauten Motorengeräuschen quittiert, nur im regulären Stadtverkehr ist der Lärmpegel des Fahrzeugs einigermaßen annehmbar. Der Verbrauch pendelte sich im Test bei rund sechs Litern Super auf 100 Kilometern ein. An jährlichen Kosten fallen für die Kfz-Haftpflichtversicherung beispielsweise bei der AXA 490,04 Euro an.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Stabil und sicher; Günstig ist nicht gleich billig; Bewertung; techn. Daten & Preis