24.06.2009 - 13:06

Wenn es mit der ganzen Familie in den Sommerurlaub geht, wird das Auto schnell zum Schwertransporter. Selbst in einem großen Kombi reicht der Kofferraum dann oft nicht aus für Kinderspielzeug, Strandgrill, Koffer und Taschen. Viele Urlauber schaffen sich für diese Fälle eine Dachbox als zusätzlichen Stauraum an. „Schon beim Kauf sollten Verbraucher allerdings mögliche Gefahren minimieren", rät TÜV Rheinland-Experte Harald Olbertz, der diesen Boxen das GS-Zeichen verleiht.
Gesetzliche Sicherheitsstandards
Das GS-Zeichen erhalten nur Produkte, die den gesetzlichen Sicherheitsstandards entsprechen. Empfehlenswert sind demnach Boxen, die über eine Knopfsicherung und Zentralverriegelung verfügen, damit während der Fahrt nichts verloren geht. Auch bei der Montage ist erhöhte Aufmerksamkeit und größtmögliche Sorgfalt gefragt. Das heißt: Vor dem Anbringen die Kontaktpunkte zwischen Dach und Box säubern, damit die Halterung nicht verrutscht. Regelmäßige Kontrollen der Dachaufbauten während der Pausen sorgen für zusätzliche Sicherheit.
Beladung
Beim Beladen der Box das Gepäck gleichmäßig verteilen und die zulässige Dachlast nicht zu überschreiten, rät Olbertz. Die errechnet sich aus dem Gewicht des Grundträgers, der Dachbox und dem Reisegepäck. Der Experte rät zudem: „Ein aufgerollter Schlafsack in der Spitze der Dachbox verringert das Risiko von Beschädigungen bei Vollbremsungen oder Auffahrunfällen."
Fahrverhalten
Apropos Unfälle: Durch das zusätzliche Dachgepäck ist das Auto schwieriger zu lenken und hat einen höheren Schwerpunkt. Zudem bieten die Aufbauten dem Seitenwind mehr Angriffsfläche. So neigt sich das Fahrzeug in Kurven etwas mehr zur Seite, fährt bei Seitenwind instabiler geradeaus und der Bremsweg wird länger. „Einige Bremsproben vor Antritt der Reise helfen dem Fahrer, sich an den längeren Bremsweg zu gewöhnen", betont Olbertz. Reifendruck und Scheinwerfer-Einstellung müssen ebenfalls der zusätzlichen Last angepasst werden.
(ar/Sm)
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